Ohne technische Geräte geht in der Landwirtschaft oft nichts mehr. Vom Traktor bis hin zur Melkmaschine werden viele Arbeiten deutlich einfacher und weniger zeitintensiv. Diesen Vorteilen stehen oft aber hohe Anschaffungskosten gegenüber. Viele Landwirte stellen sich daher immer wieder die Frage, ob sich neue technische Geräte für die Effizienzsteigerung lohnen.

Hocheffizienz wird in der Landwirtschaft immer wichtiger

In der Landwirtschaft sind die Margen gering. Wer hauptberuflich Felder bestellen und tierische Produkte erzeugen möchte, muss deswegen hocheffizient arbeiten. Denn oft lassen sich Gewinne nur noch über große Mengen erwirtschaften. Auch, wenn sich in den letzten Jahren der Trend wieder etwas hin zur ursprünglichen Landwirtschaft verändert hat, kommen viele Bauern nicht ohne effizientes Arbeiten aus. Dabei spielt die Landtechnik eine entscheidende Rolle. Traktor, Ballenpresse und Co. sind heutzutage oft unerlässlich, um zeit- und kräftesparend arbeiten zu können. Hier gilt es, stets eine genaue Bedarfsplanung durchzuführen. Einige Landwirte legen nicht genügend Wert darauf, ihre Einnahmen und Ausgaben aufzulisten und eine Finanz- sowie Bedarfsplanung für die kommenden Jahre durchzuführen. Dann stellt die Anschaffung von kostspieligen Geräten oft eine Belastungsprobe für den eigenen Betrieb dar. Die Effizienz bewegt sich dabei vor allem in der Tierhaltung auf einem schmalen Grat. Denn dem Tierwohl wurde in den letzten Jahren deutlich mehr Stellenwert beigemessen. Die Preise für Fleisch, Milch und Co. sollen dabei aber trotzdem gemäßigt bleiben. Hier geht es darum, genau zu kalkulieren und gleichzeitig die Wünsche der Abnehmer zu berücksichtigen.

Mit dem Gebrauchtkauf viel Geld sparen

Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge für die Landwirtschaft können teuer sein. 300.000 Euro für einen Mähdrescher, 70.000 Euro oder mehr für einen Traktor und rund 10.000 Euro für einen Stapler. Wer nicht aufpasst, kann bei der „Grundausstattung“ gut und gerne über eine halbe Million Euro investieren. Um diese Kosten wieder einspielen zu können, braucht es oft viele Jahre harter Arbeit.

Dass auf Geräte in der Landwirtschaft nicht verzichtet werden kann, ist klar. Wer effizient arbeiten möchte, kommt mittlerweile nicht mehr um einen soliden Gabelstapler herum. Besonders die hohe Wendigkeit gegenüber einem Traktor macht den Gabelstapler zu einem kleinen Alleskönner, der auch auf engem Terrain überzeugt. Er kann dabei wie ein umgekehrter Schlepper fungieren und ist gerade dann, wenn hohe Ebenen erreicht werden müssen, besonders vorteilhaft. Hinzu kommt, dass für Gabelstapler, die auf landwirtschaftlichen Einrichtungen eingesetzt werden, kein Staplerschein notwendig ist.

Bei der Anschaffung lässt sich aber trotzdem Geld sparen. Gebrauchtgeräte sind oft deutlich günstiger als neuwertige Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge. Mit Supralift – Marktplatz für gebrauchte Gabelstapler und weiteren Online-Börsen hat sich eine eigene Branche rund um Kauf und Verkauf von Gebrauchtgeräten für die Landwirtschaft entwickelt. Denn gebrauchte Geräte müssen keinesfalls schlecht sein, sind aber in jedem Fall günstiger. Dies gilt vor allem dann, wenn Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge vor dem Wiederverkauf speziell aufbereitet wurden. Das sogenannte Refurbishing spart dabei nicht nur das Budget der Landwirte, sondern schont auch noch die Umwelt. Wenn direkt von anderen Landwirten gekauft wird, gibt es aber keine Garantie hinsichtlich Funktion und Zustand. Allgemein sollte daher beim Kauf auf die folgenden Aspekte geachtet werden:

  • äußerer und technischer Zustand
  • Anzahl der Vorbesitzer
  • Laufleistung in Stunden / Kilometer
  • getätigte Reparaturen
  • Anschaffungspreis im Vergleich zum Neukauf

Gebrauchtgeräte machen vor allem dann Sinn, wenn sie nicht tagtäglich zum Einsatz kommen. Wird der Gabelstapler beispielsweise nur zum Ein- und Auslagern von Heuballen benötigt, muss es sich nicht um ein neues Fahrzeug handeln. Bei einem Traktor hingegen stellt sich natürlich immer die Frage, welche Laufleistung zu erwarten ist. Wer große Felder zu bearbeiten hat, sollte dann eventuell auf ein neues Modell setzen. Ansonsten kann es schneller als geplant zu größeren Reparaturen und Ausfallzeiten kommen.

Geräte-Sharing: Der neue, alte Trend in der Landtechnik

Alternativ können sich Landwirte auch zusammenschließen und Geräte gemeinsam anschaffen. Sinnvoll ist dies vor allem bei saisonal benötigten und beweglichen Maschinen. Teure Mähdrescher oder Holzvollernter werden meist nicht das ganze Jahr über benötigt. Dennoch sind die Anschaffungskosten besonders hoch. Schon seit langer Zeit schließen sich Landwirte zusammen, um sich diverse Maschinen und Geräte im Bereich der Landtechnik zu teilen. Neu verpackt heißt der Trend übrigens Geräte-Sharing. Das Ziel dahinter hat sich jedoch nicht verändert. In vielen Gegenden dient dabei auch heute noch der Maschinenring als Plattform. Die Anforderungen an das Geräte-Sharing haben sich zum Teil aber durchaus geändert. Einen eigenen Traktor braucht heutzutage nämlich fast jeder Landwirt. Vor noch 50 Jahren wurden selbst die Zugfahrzeuge noch untereinander aufgeteilt. Die zusätzlichen Geräte vom Güllefass bis hin zur Egge werden aber auch jetzt noch gerne mit anderen Landwirten geteilt. Doch nicht nur die Maschinen und Geräte können gemeinsam genutzt werden. Wer sich von der Aussaat bis zur Ernte gegenseitig unterstützt, gewinnt oft nicht nur Berufskollegen, sondern auch Freunde fürs Leben. Nach wie vor sind viele Landwirtschaftsbetriebe im reinen Familienbetrieb. Fällt eine Person für längere Zeit aus, sind helfende Hände meist zwingend notwendig. Wer dann auf die Betriebe aus der Nachbarschaft oder Region setzen kann, ist klar im Vorteil.

Quelle: ML

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