Lieber biologischen Weizen aus Italien als konventionelles Getreide aus dem Nachbardorf?

    Am 11.01.2020 fand das Online-Webinar „Food For Future“ statt. Mit der ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, hat dieses Webseminar eine sehr bekannte Referentin gewonnen. Mit rund 140 Teilnehmer war dieses Seminar gut besucht.

    Moderatorin war Riedenburger Kreisrätin Maria Krieger, Co-Moderator war Ulrich Lindner. An den Diskussionen nahm auch Gisela Sengl als Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der grünen Landtagsfraktion und Prinz Felix zu Löwenstein, Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft der Bundesregierung teil.

    Wie das Webseminar war berichtet euch Landwirt Andreas Lang aus Rupolding:

    Eine grüne Watschn für die Regionalität und die Bauern im Chiemgau bzw. Bayern!

    Beim Online Webinar „Food for Future“ am 11.01.2021 das von der stellvertretenden Grünen Kreisvorsitzenden Maria Krieger für den Kreis Kehlheim organisiert wurde gab es von der grünen Landtagsabgeordneten Gisela Sengl eine heftige Watschn für alle regionalen Bauern.

    Laut Donaukurier sagte die agrarpolitische Sprecherin der Grünen:

    „Ich möchte lieber biologischen Weizen aus Italien als konventionelles Getreide aus dem Nachbardorf“. #

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    Somit stellt die Grünen Politikerin sich klar gegen Regionalität! Regionale Landwirtschaft kann nur gestärkt werden, wenn man biologische sowie konventionelle Produkte der Region stärkt. Sobald man einen Bereich der Landwirtschaft in unserer Region schlecht macht, leidet die komplette Landwirtschaft darunter. Landwirtschaftliche Produkte aus Deutschland gehören zu den Lebensmitteln die weltweit mit nach den höchsten Auflagen produziert werden!

    Wenn man weiter bedenkt, dass biologische Lebensmittel aus Italien vielleicht mehr als 1.000km gefahren werden müssen, damit diese in Sondermoning (Wohnort von Fr. Sengl) ankommen, anstatt vielleicht 5km vom Nachbardorf, muss man über Ökologie oder Nachhaltigkeit wohl kaum diskutieren.

    Wer letztes Jahr den Wahlkampf von Frau Sengl verfolgte, als sie Landrätin in ihrem Heimatlandkreis Traunstein werden wollte, hat auf diversen Veranstaltungen bestimmt immer wieder gehört, wie sehr sie die Regionalität hervor gehoben hat. Oft betonte Sie, dass egal ob Bio oder Konventionell, wichtig ist es, dass die Regionalität gestärkt wird und so einer der schönsten Landstriche in Bayern, der Chiemgau, mit einer starken Landwirtschaft in die Zukunft gehen kann.

    Ist Frau Sengl ihre Heimat, der Chiemgau und die Region jetzt egal, da sie hier nicht in das gewünschte politische Amt gewählt wurde? Oft kritisierte Sengl auch den Traunsteiner Landrat Siegfried Walch (CSU), da das Klinikum Traunstein nicht mit regionalen Lebensmitteln versorgt würde.

    Dass testweise Essen für das Klinikum mehrere hundert Kilometer gefahren wird, war für Sengl immer ein riesiger Fauxpas des Traunsteiner Landkreises. Wenn nun eine Klinik Küche gebaut werden würde, sollen dann die Lebensmittel laut Sengl wohl gleich mehrere tausend Kilometer gefahren werden, nur um mutmaßlich biologisch zu sein?

    Leider hat die gelernte Landschaftsgärtnerin Sengl wohl nicht verstanden was Nachhaltigkeit und Ökologie bedeutet.

    Link zu dem Beitrag im Donaukurier.

    2 Kommentare

    1. Und mal wieder ein weiterer propaganda Artikel zur Rechtfertigung der industriellen Landwirtschaft, ja wir brauchen auch in einer nachhaltigen Version eine industrielle Landwirtschaft, aber solange diese sich weigert sich zu verändern und beide Seiten ständig mit dem Finger auf sich zeigen werden wir wohl einfach an klimatischen und ökologischen Problemen scheitern. Viel Spaß an die kommenden Generationen…

    2. Gerne würde ich mehr aus der Region kaufen, leider gibt’s es bei uns in Thüringen fast nur konventionelle Produkte aus großen Genossenschaften. Wo runter die Artenvielfalt, Qualitativ und das Ökosystem leidet, was nachweislich merkbar ist. Die Nachfrage in der Region ist da. Aber die Landwirtschaft ist nicht bereit, nach Jahrzehnten etwas zu ändern

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