Am Dienstagabend (4. Mai) kam es gegen 19:30 Uhr zu einem ausgedehnten Großbrand auf einem ehemaligen Resthof in Ellerdorf (Schleswig-Holstein). Der Brand brach aus bisher ungeklärter Ursache in einem Heizungsraum aus. Dieser befand sich in einem direkt ans Wohnhaus angebauten Stallgebäude und griff sehr schnell um sich. Das Bewohnerehepaar konnte sich noch vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte unverletzt ins Freie retten.

Tierhaltung fand auf dem Hof keine mehr statt, so dass keine Tiere in Gefahr waren.

Die Freiwillige Feuerwehr Ellerdorf forderte umgehend weitere Kräfte nach. So kamen in der Folge auch die Wehren aus Nortorf, Schülp / N., Eisendorf, Timmaspe und Warder an die Einsatzstelle. Auch der Löschzug Gefahrgut des Kreises Rendsburg-Eckernförde wurde alarmiert und mit Meßaufgaben im Ausbreitungsgebiet des Brandrauches im Bereich Eisendorf und Warder sowie der BAB7 betraut. Kritische Werte wurden dabei nicht nachgewiesen, dennoch wurde die Bevölkerung in den Bereichen über die Warn-App NINA aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Problematisch gestaltete sich für die weit über 100 Einsatzkräfte die Löschwasserversorgung. So war am Brandobjekt nur ein Hydrant mit geringer Leistung verfügbar. Als Erstmaßnahme wurde eine rund 300 Meter lange Schlauchleitung zu einer Zisterne verlegt. Im weiteren Verlauf mussten die Einsatzkräfte eine rund 1200 Meter lange Versorgungsleitung zu einer Au verlegen. Starker Wind fachte den Brand weiter an und sorgte für eine starke Rauchentwicklung. Daher wurden insgesamt weit über 40 Kräfte unter umluftunabhängigen Atemschutz eingesetzt. Erschwert wurden die Arbeiten darüber hinaus durch starken Dauerregen.

Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, das Wohnhaus zu halten, so dass es zu einem Totalverlust des Hofes kam. Gegen 2 Uhr in der Nacht wurden die ersten Kräfte aus dem Einsatz entlassen. Als Kräfteergänzung wurden dann die Wehren aus Brammer, Bokel, Bargstedt und Oldenhütten alarmiert, die die Nachlöscharbeiten bis weit in den Mittwoch hinein fortführten. Gegen 11 Uhr verließen die letzten Kräfte die Einsatzstelle.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde / Presseportal

Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde / Daniel Passig


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