Die Epoch Times schreibt, „dass es Stadtmenschen hinaus aufs Land zieht, mag noch nicht verwundern, dass sie dann aber auch zu einer Vollblutlandwirtin werden und eine mediale Fürsprecherin mit einem eigenen Onlinemagazin (Moderner Landwirt) für die Bauern mit großer Reichweite, scheint dann doch herauszuragen“.

Epoch Times traf Sandra als Teilnehmerin eines Bauern-Symposiums unter dem Motto „BAUERN TOT – ALLE in NOT“ am Rand von Berlin.“

Hier mal Ausschnitte des Beitrags:

Sie betreiben mit ihrem Ehemann neben einem landwirtschaftlichen Betrieb auch ein erfolgreiches Onlinemagazin für Landwirte. Wie kam es dazu?

Das Onlinemagazin soll das Thema Landwirtschaft erlebbar und verständlich machen, sodass auch Verbraucher wieder mehr sehen, was eigentlich Landwirtschaft bedeutet.

Ich denke, es ist, weil wir mit den Landwirten zusammenarbeiten und ihnen eine Stimme gegeben haben. Daher fühlen sie sich bei uns aufgehoben. Gleichzeitig haben wir den Verbrauchern einen Kontakt zur Landwirtschaft geboten, an den sie sich mit ihren Fragen wenden können.

Nicht nur in Deutschland pfeift die Landwirtschaft aus dem letzten Loch, sondern es geht auch Landwirten in anderen Ländern so und deswegen haben wir auch ziemlich viel Zuspruch aus dem Ausland. Sie sagen uns: „Bitte haltet die Ohren steif, macht was für die Landwirtschaft!“

Wo sehen Sie aktuell die größten Probleme und Herausforderungen für die deutsche Landwirtschaft?

Ganz klar ist das die Planungssicherheit. Dies betrifft die ganzen Vorgaben, die von der Politik ausgehen. Dadurch weiß man nicht mehr, was man überhaupt noch machen kann. Auch der Verbraucher ist sich unsicher und weiß nicht, ob er sich das, was er will, zukünftig noch leisten kann oder zeigt sich beim Kaufverhalten unentschieden.

Wodurch ist diese Planungssicherheit verloren gegangen?

Die Zahl der Auflagen steigt stetig, der Dieseltreibstoff und andere wichtige Sachen, die wir Landwirte benötigen, sind teurer geworden. Aber ich bekomme zum Beispiel für mein Getreide nur den Weltmarktpreis. Ich produziere mit „deutscher Gründlichkeit“ und deutschen Standards, bekomme dann aber nur einen relativ niedrigen Weltmarktpreis für meine Produkte. Das ist sehr schwierig für uns.

Jeder Landwirt ist selbstständig. Der Ackerbauer hat jedoch andere Bedürfnisse als der Schweinebauer und der Waldbauer hat andere als der Hühnerbauer. Mit unserer Website bringen wir dann diese unterschiedlichen Bedürfnisse der Landwirte mit den Bedürfnissen der Verbraucher und der Aufklärung zu gewissen Themen zusammen. Wir bekommen unglaublich viele Fragen gestellt.

Gibt es ein Beispiel für Konflikte, die es zwischen Landwirten und Verbrauchern gab oder gibt, bei dem Sie sich als Onlinemagazin als Vermittler sehen?

Das ist schwierig, denn es gibt so viele Baustellen. Was wir Landwirte uns jedoch grundsätzlich von den Verbrauchern wünschen, ist mehr Verständnis für unsere Arbeit. Ich erlebe es immer wieder, dass Verbraucher teilweise gar nicht wissen, was alles hinter einer landwirtschaftlichen Produktion steckt. Auch während der Pandemie wurden Felder oft illegal besucht und Gemüse vom Feld entwendet. Oder ich habe auch erlebt, dass Reiter quer über Felder reiten.

Ich finde, wir Menschen sollten eigentlich mehr „ein Miteinander“ leben statt „ein Gegeneinander“. Wir Menschen sollten uns allgemein gegenseitig mehr respektieren.

Das vollständige Interview könnt ihr auf Epoch Times lesen.

Zusammenschnitt von BAUERN-Symposion: BAUERN TOT-ALLE IN NOT (Hans-Georg Maaßen,, Markus Krall)

Komplettes Video – BAUERN TOT – ALLE in NOT – Hans-Georg Maaßen – Markus Krall – Klaus Ermecke

Quelle: Epoch Times

Bildquelle: ML-Archiv