Süßlupinen, auch als Wolfsbohnen bekannt, gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler. Erste Züchtungen der weißen Lupine werden auf den Zeitraum um 2000 v.Chr. im antiken Griechenland und Ägypten zur Nutzung als Lebens- und Futtermittel datiert.

Die einjährige Süßlupine gedeiht auf allen Böden, auch im sauren Bereich. Anbauflächen finden sich vor allem in Australien und Europa. Ihre Samen sind aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Fettgehaltes eine regionale, gentechnik-freie Soja-Alternative.

Wir waren beim Ralf Huber den BBV-Bezirkspräsident in Oberbayern auf seinem Hof in Oberallershausen, er zeigt uns warum er die Blaue Lupine auf seinen Acker angebaut hat.

Die Blaue Lupine ist als einheimische Eiweißfrucht wieder im kommen, sie war durch ihre Anfälligkeit für die Pilzkrankheit Anthraknose viele Jahre in Vergessenheit geraten.

Durch vorschritte in der Züchtung ist die Anfälligkeit gegenüber Anthraknose der neueren Sorten um einiges zurückgegangen.

Video – Blaue Lupine – Ralf Huber erklärt was bei Anbau / Pflege und der Ernte zu beachten ist:

In Europa werden Samen und Ganzpflanzen der weißen (Lupinus Albus L.), gelben (Lupinus Luteus L.) und blauen (Lupinus Angustifolius L.) Süßlupine in der Nutztierfütterung eingesetzt.

Die Vielfalt an Lebensmitteln mit „Lupin“ in der Zutatenliste steigt. Lupinenmehl dient als Zutat für z.B. Bratlinge (Fleischersatz), Süßwaren, Knabbereien und Brot. Süßlupinensamen sind außerdem Grund-lage in Joghurt-, Kaffee- und Eiersatzprodukten.

Quelle: Franziska Kahle

Bildquelle: ML-Archiv