Zuckerrüben: Reges Treiben auf Niedersachsens Feldern um die Ostertage

    Landwirte warten beste Bedingungen ab – Insgesamt werden rund 100.000 Hektar Zuckerrüben ausgedrillt

    Oldenburg/Hannover – Auf Niedersachsens Feldern waren in den vergangenen Tagen neben den Osterhasen auch die Landwirte aktiv und haben die Aussaat der Zuckerrüben weit vorangetrieben, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) berichtet.

    Die Woche vor Ostern hat mit den warmen Temperaturen zu einem Abtrocknen der Ackerflächen geführt, sodass auch auf schweren Standorten mit der Bodenbearbeitung und Aussaat der Zuckerrüben begonnen werden konnte. Innerhalb einer Woche ist ein Großteil der Flächen bestellt worden. „Das zeigt, dass die Landwirtinnen und Landwirte sich der Bedeutung des optimalen Saatbeetes für den späteren Rübenertrag bewusst sind und die besten Bedingungen abwarten“, sagt Gerald Burgdorf, Leiter des Sachgebiets Hackfrüchte bei der LWK.

    Gefahr durch Mäuse und Frost

    Mit ansteigender Bodenerwärmung verkürzt sich auch die Zeit bis zum Quellen des Saatgutes beziehungsweise zum Feldaufgang. Liegt die Rübenpille mehrere Tage ungekeimt in der Erde, steigt die Gefahr von Pflanzenausfällen durch Mäuse, welche gerne die Pille knacken und den Samen fressen.

    Je länger die Wachstumsphase der Zuckerrübe ist, desto größer ist auch die Chance auf höherer Erträge. Allerdings ist die Gefahr von Nachfrösten, die den kleinen Rüben durchaus Schaden zufügen können, bei früher Aussaat im März noch deutlich größer. Deshalb ist eine Saat Anfang April oftmals risikoärmer. Wichtiger als der Termin ist jedoch der Bodenzustand: Die Rübenpille sollte in einer Tiefe von etwa 2 cm ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorfinden. Im vergangenen Jahr gab es aufgrund der starken Trockenheit bis Ende April vielerorts einen ungleichmäßigen Auflauf. In diesem Jahr sind die Bedingungen durch die wechselhafte Witterung nach Ostern etwas besser.

    Zuckerrübenanbau: Niedersachsen auf Platz 1

    In Niedersachsen werden in diesen Wochen ca. 100.000 Hektar Zuckerrüben ausgedrillt. Damit behauptet Niedersachsen vor Bayern und Nordrhein-Westfalen in dieser Kultur Platz 1 und unterstreicht die Bedeutung des Zuckerrübenanbaus in unserer Region. Der Zuckermarkt entwickelt sich zurzeit insgesamt auch wieder erfreulicher. Die Landwirt*innen in Niedersachsen setzen aber auch vermehrt auf Verlässlichkeit und haben sich bereits für die kommenden drei Jahre die Auszahlungspreise ihrer süßen Ware vertraglich gesichert.

    Bis zur Ernte im Herbst ist es jetzt jedoch noch ein weiter Weg, der hoffentlich mit ausreichend Niederschlägen und sonnigen Tagen hohe Zuckererträge ermöglicht. Aber dennoch gilt: Wie die Saat, so die Ernte. Der Weg dorthin beginnt immerhin hoffnungsvoll.

    Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

    Bildquelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen