Wolfsbestand explodiert – Weidetierhalter zahlen den Preis

Wolfsbestand explodiert – Weidetierhalter zahlen den Preis

Innerhalb von nur zehn Jahren ist der Wolfsbestand in Deutschland von 268 auf 1.633 Tiere gestiegen – ein Plus von über 500 %.
Die Folge: Wolfsrisse nehmen massiv zu. 2024 wurden rund 4.300 Weidetiere bei etwa 1.100 Übergriffen verletzt oder getötet – vor allem Schafe und Ziegen.

Politik verweist auf Herdenschutz.
👉 Die Praxis zeigt: teuer, aufwendig, oft nicht umsetzbar – und keine Garantie gegen Risse.

Die Zahlen stammen aus dem offiziellen Monitoring der DBBW und dem Bundeszentrum Weidetiere und Wolf.
Doch egal wie gerechnet wird: Die Belastungsgrenze der Weidetierhalter ist überschritten.

❗ Ohne aktives Wolfsmanagement, schnelle Entnahme auffälliger Tiere und rechtliche Sicherheit für Landwirte steht die Weidehaltung vor dem Aus.

Naturschutz braucht Landwirtschaft – nicht auf Kosten der Bauern.

Der Wolfsbestand in Deutschland wächst seit Jahren nahezu ungebremst – mit massiven Folgen für die Weidetierhaltung. Innerhalb von nur zehn Jahren ist die Zahl der Wölfe von 268 (2014/15) auf 1.633 Tiere (2024/25)gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von über 500 Prozent. Für viele Landwirte ist das längst keine theoretische Naturschutzdebatte mehr, sondern tägliche Realität im Stall und auf der Weide.

Flächendeckende Ausbreitung – ohne Rücksicht auf die Praxis

Besonders betroffen sind Niedersachsen und Brandenburg mit jeweils knapp 400 Wölfen, aber auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils über 200 Tieren. Inzwischen breitet sich der Wolf flächendeckend über ganz Deutschland aus – auch in Regionen mit intensiver Weidetierhaltung, Deichen, Mittelgebirgen und kleinstrukturierten Flächen.

Wolfsrisse steigen dramatisch

Mit der wachsenden Population nehmen auch die Schäden massiv zu:

  • 2006: etwa 40 gerissene oder verletzte Weidetiere
  • 2024: rund 4.300 Tiere bei etwa 1.100 Übergriffen

Der Großteil der Risse betrifft Schafe und Ziegen – also Tierarten, die sich kaum effektiv gegen Wolfsangriffe schützen können. Für die betroffenen Betriebe bedeutet das Tierleid, Arbeitsbelastung, psychischen Druck und wirtschaftliche Verluste.

Herdenschutz: teuer, aufwendig – und oft wirkungslos

Politisch wird der Herdenschutz als Allheilmittel propagiert. In der Praxis sieht es anders aus:

  • Zäune sind teuerwartungsintensiv und oft nicht förderfähig in voller Höhe
  • In Hanglagen, Mooren, Deichen oder kleinen Parzellen kaum umsetzbar
  • Trotz Schutzmaßnahmen kommt es weiterhin zu Rissen

Viele Landwirte berichten: Der Wolf lernt schneller als die Politik reagiert.

Management statt Wegschauen

Die offiziellen Zahlen basieren auf Erhebungen der DBBW. Das Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW)rechnet mit einem Durchschnitt von sieben Tieren pro Rudel. Unabhängig von der Rechenmethode bleibt die Realität auf den Höfen gleich:
Die Belastungsgrenze der Weidetierhalter ist vielerorts überschritten.

Fazit aus landwirtschaftlicher Sicht

Der Wolf wird politisch geschützt – die Weidetierhaltung nicht ausreichend.
Ohne aktives Bestandsmanagementschnelle Entnahme auffälliger Tiere und rechtssichere Lösungen droht das schleichende Aus der extensiven Weidewirtschaft. Damit steht nicht nur die Existenz vieler Betriebe auf dem Spiel, sondern auch:

  • Offenlandschaften
  • Deichschutz
  • Artenvielfalt
  • regionale Lebensmittelproduktion

Naturschutz darf nicht gegen Landwirtschaft ausgespielt werden.
Was fehlt, ist der politische Wille, Realität auf den Höfen anzuerkennen und entsprechend zu handeln.

Infografik Wolfbestand 2026 Web 2
Wolfsbestand explodiert – Weidetierhalter zahlen den Preis 4

Quelle: BLE

Bildquelle: BLE

Show Comments (0) Hide Comments (0)

Kommentar verfassen