Stellungnahme zum Klimabericht 2020 – Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

    Pressemitteilung mit einer Stellungnahme zu dem kürzlich veröffentlichten Klimabericht des Umweltministeriums zum Bereich Landwirtschaft von LSV Bayern e.V.:

    Am 9. Oktober 2019 hat das Bundeskabinett das ausführliche Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen. In diesem Rahmen gilt auch für die Landwirtschaft, Emissionen zu mindern, Ressourcen effizienter einzusetzen und insgesamt noch nachhaltiger zu produzieren (BMEL).
    Die Landwirtschaft hat das Klimaschutzziel 2020 vollständig erreicht!

    Von 1990 bis 2020 konnte die deutsche Landwirtschaft die jährlichen Emissionen um 20,6 Mio. t CO2-Äquivalente senken (BMEL). -2,2% zum Vorjahr (-24% zu 1990);

    Gründe: vergleichsweise geringer Einsatz von Mineraldünger, sinkende Rinderbestände und erneute trockene Witterung 2021 gehört die Landwirtschaft mit einem Anteil an ausgestoßenen Treibhausgasen von ca. 8,91% zum zweitgeringsten Sektor (BMEL).

    „Ohne die Corona-Lockdowns mit Einschränkungen bei Produktion und Mobilität hätte Deutschland sein Klimaziel für 2020 verfehlt“! (UBA-Präsident Dirk Messner, agrarheute, UBA).

    Die Landwirtschaft hat sich kaum geändert, dort gab es keinen Lockdown, es wurde weitergearbeitet wie bisher.

    • „Die Landwirtschaft wird ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht. [….] Bauern machen Klimaschutz.“ (Klöckner, agrarheute)
    • Landwirtschaft appelliert an die Verbraucher?! Jetzt wird das Potential und die Macht der LW sichtbar – unterstützt uns! Es geht nur gemeinsam.

    Die Landwirtschaft wird auch das Klimaziel 2021 erreichen und die CO2-Äquivaleneten unterschreiten . Gleichzeitig muss sie aber auch ihrer größten Aufgabe gerecht werden, der Versorgung der Bevölkerung mit sicheren hochwertigen Lebensmitteln.

    Es hilft der Umwelt insgesamt nicht, wenn die hiesige Produktion eingeschränkt wird und somit durch Importe die Natur in anderen Ländern dadurch mehr belastet wird. Deutschland ist durch das vorherrschende Klima eine landwirtschaftliche Gunstregion, während in anderen Teilen der Welt oft die 1,5-3 fache an Fläche dafür mehr benötigt wird für den gleichen Produktionsumfang.

    Land- und Forstwirtschaft sind darüber hinaus die einzigen Wirtschaftssektoren, die Kohlenstoff speichern können.

    • durch Staatliche Anreize kann der Humusaufbau gezielt gefördert werden, der alleine in Deutschland ein Potenzial von etwa 80 – 150 Mio Tonnen gespeicherten Kohlenstoffdioxid hat
    • nachhaltige Waldbewirtschaftung bietet ein hervorragende Möglichkeit weiter das Klimagas nachhaltig zu speichern


    Wenn emittierende Betriebe eine Co2 Abgabe tätigen müssen, sollten auch die Branchen, die
    Kohlenstoffdioxid speichern können dafür eine Entschädigung erhalten!

    Auch nachzulesen unter unseren Forderungen zur Co2 Bepreisung!

    Gemeinsam sind wir stark!
    Mit freundlichen Grüßen
    Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

    Quelle: Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

    Bildquelle: ML-Archiv

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