Spargelsaison: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – Edelgemüse braucht jetzt Sonne und Niederschlag

    Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Lust auf heimischen Spargel. Ein paar Tage werden sich die Verbraucherinnen und Verbraucher aber noch gedulden müssen. Die Vorbereitungen für die Saison laufen auf Hochtouren.

    Die heimischen Spargelbauern stehen in den Startlöchern und blicken guter Dinge auf die neue Saison. „Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen: Die Felder werden aufgedämmt, Unterkünfte werden hergerichtet, Verkaufsräume und Hallen vorbereitet“, sagt Miriam Adel, Vorsitzende des Spargel-Erzeugerverband Franken e. V. Ab Anfang April werden schätzungsweise etwa 750 bis 1000 Saisonarbeitskräfte in Franken erwartet. „Die Pandemie bedingten Einschränkungen werden langsam gelockert. Allerdings lassen sich personelle Auswirkungen aufgrund des Kriegs in der Ukraine nur schwer abschätzen. Die meisten Erntehelfer kommen aus Rumänien und Polen. Viele Betriebe arbeiten seit Jahren mit dem gleichen Stamm an Arbeitskräften zusammen. Spannend bleibt es aber bis zum Erntebeginn, ob ausreichend Erntehelfer nach Deutschland kommen.“

    Und wie steht es ums Wetter? „Bislang war es ganz in Ordnung. Wichtig sind jetzt viele warme Sonnenstrahlen und natürlich ausreichend Niederschläge“, sagt Adel. Spargel sei an sich gut gegen Trockenheit gerüstet, da er tief in die Erde hinein wurzelt und so das Wasser und die Nährstoffe auch aus größeren Tiefen aufnehmen kann. Sonne sei wichtig, da die Pflanzen Temperaturen in der Erde von mindestens 12 Grad am liebsten mögen. Für den ersten heimischen Spargel ist noch etwas Geduld gefragt. „Momentan ernten nur einzelne Betriebe, die zusätzliche spezielle Thermoabdeckungen nutzen. Eine flächendeckende Ernte ist erst nach konstant milden Temperaturen Mitte April zu erwarten. Dabei kommt es vor allem auf ausreichend Sonne an.“

    Auch die 2020 gekrönte Fränkische Spargelkönigin Christiane Reinhart steht bereit für die neue Saison. Aufgrund der Corona-Pandemie und einigen ausgefallenen Terminen hat der Spargel-Erzeugerverband Franken einstimmig die Verlängerung ihrer Amtszeit beschlossen. Mit viel Freude und Elan geht sie nun in die neue Spargelsaison: „Ich freue mich, wieder als Genussbotschafterin für den Fränkischen Spargel im Einsatz zu sein“, so die 21-Jährige aus dem Landkreis Schweinfurt. Ihr Lieblingsrezept und die ihrer Vorgängerinnen gibt es online unter: www.spargel-franken.de zum Nachkochen. Sie rät: „Probieren Sie auch einmal etwas Neues aus, Spargel ist sehr vielseitig und kann einen immer überraschen. Schmecken – das tut er ganz sicher in jeder Variation!“

    Neben dem Angebot im Lebensmittelhandel oder auf den Wochenmärkten ist in Bayern v.a. die Direktvermarktung ab Feld, Hofladen oder Verkaufsstand sehr beliebt. Denn besonders beim Edelgemüse Spargel achten die Verbraucher darauf, wo die Stangen herkommen.

    Die Gesamtfläche an Spargel hat in Bayern bis 2018 auf knapp 4.200 ha bayernweit zugenommen. Seitdem geht die Fläche auf etwa 3.700 ha im Jahr 2021 zurück. Auch die Zahl der Betriebe ist leicht rückläufig. Mit knapp 160 Betrieben wirtschaften die meisten Spargelbauern in Franken, sie machen flächenmäßig mit circa 700 Hektar jedoch nur einen geringeren Anteil an der bayerischen Anbaufläche aus. Spargel wird in nahezu allen bayerischen Regionen angebaut. Die größte Anbaufläche liegt mit 1.225 Hektar in Schwaben.

    Quelle: BBV

    Bildquelle: ML-Archiv

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