Warme Versprechungen sind in Zeiten des Wahlkampfes an der Tagesordnung. So wurde auch den bayerischen Landwirten schon oft im Vorfeld viel versprochen. Nur folgten leider auf die Worte selten Taten. In vielen Fällen verschlimmerte sich sogar die Situation der Bauern.

Sei es bei der Wertschätzung gegenüber den Landwirten, den fairen Umgang bei Handelsbeziehungen, der Zukunftssicherheit für die Betriebe, dem großen Bürokratiemonster, der wichtigen Herkunftskennzeichnung oder auch der Düngeverordnung. Die Versprechen blieben eigentlich immer nur als heiße Luft in der Bierzeltansprache oder in den Politikerzimmern hängen.
So wurde auch Anfangs bei der neuen Düngeverordnung groß versprochen, dass mangelhafte Messstellennetz auszubauen, bereits bestehende Messstellen mit in das repräsentative Netz einzubinden und ungenügende herauszustreichen. Bis Januar 2024 wollte man soweit sein, über 1400 Punkte sollten es werden, weitergekommen ist man aber kaum und so stützt man sich wie vorher immer noch auf die bisherigen unzureichenden 600 Messstellen.

Auch eine erneute, unabhängige Überprüfung der momentan benutzten Messpunkte brachte ein desaströses Ergebnis zu Tage. Viele der Punkte sind in einem desolaten Zustand und müssten schon lange ersetzt oder saniert werden. Zusätzlich wird eine fachliche Überprüfung der bestehenden und zukünftigen Messstellen, ihren Einzugsgebieten und deren Aussagefähigkeit enorm wichtig sein, um Fehler und unrechtmäßige Bestrafungen für die ansässigen Landwirte zu vermeiden.

Ein Armutszeugnis für die regierenden Parteien in Bayern. Weder die CSU schaffte es zuvor in Ihrer Amtszeit etwas zu bewegen, noch gelang es den Freien Wähler auf ihre Worte Taten folgen zu lassen. Dabei stellen die Freien Wähler mit Thorsten Glauber sogar den zuständigen Minister des Umweltministeriums und hätten so die Möglichkeit viel zu bewegen.

Mehr Fairness braucht man gerade in Bayern für die Landwirtschaft, jedes verschlafene Jahr kostet unzähligen Betrieben Kopf und Kragen, zerstört Strukturen und verschlechtert Zusehens unsere Lebensmittelversorgung. Vielerorts bieten Landwirte bereits seit Jahren an, fachlich passende Brunnen zur Verfügung zu stellen oder auch bohren zu lassen, um das Umweltministerium bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Wer ein ernsthaftes Interesse an gutem Grundwasser hat, sollte Gespräche und Angebote hierzu nicht im Sande verlaufen lassen.
Die zuständigen Stellen im Umweltministerium sollten besser gefördert werden, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können und somit auch endlich Taten folgen lassen können.

Quelle: Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

Bildquelle: ML-Archiv


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