Hitze im Stall durch Kühlsysteme erträglich machen

    Genau wie den Menschen macht die Hitze auch den Tieren zu schaffen. Zum Glück tun die Landwirte jedoch alles dafür, um es ihren Schützlingen im Stall so angenehm wie möglich zu machen. Moderne Kuhställe sind ohnehin so luftig wie möglich gebaut. Ventilatoren – so groß wie Flugzeugtriebwerke – sorgen zudem für eine frische Brise über den schattigen Liegeboxen und dem Futtergang. Zum Teil wird dabei Wasser vernebelt, sodass sich die Kühe mit dem kühlen Nass berieseln lassen können, während sie bequem in den Liegeboxen liegen und wiederkäuen, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Ihren Durst stillen die Rinder in modernen Kuhställen über große Tränken, über die sie bis zu 120 Liter Wasser pro Tag aufnehmen.

    Empfindlicher gegen Hitze als Mastschweine oder größere Aufzuchtferkel sind Sauen und ihre kleinen Ferkel. Viele Landwirte kühlen ihre Ställe daher mit einer Hochdruckkühlung, bei der die Zuluft von außen mit feinem Wassernebel vermischt wird und sich dadurch abkühlt. „Sonst wird es kuschelig im Stall“, sagt Nadine Henke. Die Sauenhalterin aus Bruchhausen-Vilsen lässt die computergesteuerte Kühlung bei heißen und trockenen Temperaturen durchgängig laufen, damit sich die Schweine wohl fühlen und sich gut um ihre Ferkel kümmern können. Bei Außentemperaturen von 36 Grad Celsius herrschen in ihrem Stall angenehme 26 Grad Celsius. Manche Bauern verschaffen ihren Tieren auch über Duschen, Mikrosuhlen oder eine Bodenkühlung Erleichterung bei der Hitze.

    Hitze Kuhstall Kuehlung 1

    Am besten mit der Hitze umgehen kann das Geflügel, obwohl Hühner nicht schwitzen können. Wenn es heiß ist, helfen sie sich damit, die Flügel abzuspreizen und Wärme über den Schnabel abzugeben. Die Landwirte sorgen daher dafür, dass immer kühles, frisches Wasser zur Verfügung steht, passen die Fütterung an und kühlen den Stall. In modernen Hühner- oder auch Hähnchenställen berücksichtigen die Stallklimacomputer die drei Faktoren Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftgeschwindigkeit, die von den Tieren als „Gefühlte Temperatur“ wahrgenommen werden. Die Verantwortung, dass es den Tieren gut geht, liegt jedoch immer beim Tierhalter. Eine mehrmals tägliche Stallkontrolle ist daher für die Bauern selbstverständlich – um zu schauen, wie es den Tieren geht und ob die Technik funktioniert. 

    Quelle: Landvolk Niedersachsen

    Bildquelle: Fleckviehzucht Primbs

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