In Niedersachsen wird in diesem Jahr eine Ernte von rund 29.800 Tonnen Erdbeeren erwartet. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Das entspricht in etwa der endgültigen Erntemenge aus dem Vorjahr (im Vergleich nur -0,6% weniger).

Auch wenn bis zum endgültigen Ergebnis die Erntemenge erfahrungsgemäß noch etwas ansteigt, da Frigo-Anbau und tagneutrale Sorten die Erdbeersaison verlängern, so ist die relativ stabile Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf gute Erträge (103,8 dt/ha) bei Freiland-Erdbeeren zurückzuführen.

Denn wie bereits in den Vorjahren sank auch 2022 die im Ertrag stehende Freilandfläche. 2018 wurden noch auf 2.900 ha Erdbeeren angebaut, dieses Jahr nur noch auf 2.400 ha (-15,4%). Die nicht ertragsfähige Fläche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5%, im Vergleich zu 2018 sogar um 4,7%.

Bei der Erdbeererzeugung wird immer mehr auf einen Anbau unter begehbaren Schutzabdeckungen, teilweise auf mehreren Etagen, gesetzt, um sich damit unabhängig vom Wetter zu machen. Die Anbaufläche in dieser Anbauform ist seit 2018 um 56,7% gestiegen und liegt in diesem Jahr bei rund 200 ha.

Methodischer Hinweis:
Die vorläufigen Ergebnisse über Anbauflächen und Erntemengen von Erdbeeren sind der repräsentativen Vorerhebung im Juni 2022 entnommen. Endgültige Ergebnisse stehen erst im Februar 2023 nach Abschluss der im November/Dezember 2022 durchgeführten Gemüseerhebung zur Verfügung.

Frigo-Anbau: Beim Frigo-Anbau werden Erdbeeren nach Ansetzen der Blüte im 1. Jahr bei etwa -1 °C eingefroren. Damit wird die Länge der winterlichen Ruhephase der Pflanzen kontrolliert. Dies ermöglicht es, sowohl den Pflanz- als auch den Erntezeitpunkt zu bestimmen. Dadurch kann die Erdbeersaison verlängert werden.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)

Bildquelle: ML-Archiv / Bodensee-Bauern


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