Bundeszentrum Weidetiere und Wolf: Gebündelte Informationen zum Herdenschutz jetzt unter www.bzww.de 

    Weidetierhalter finden auf der neuen Internetseite des Bundeszentrums Weidetiere und Wolf (BZWW) fundierte und praxisrelevante Inhalte zu Herdenschutzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten in den Bundesländern, praxis- und forschungsbezogene Projekte zum Herdenschutz sowie zu Konfliktlösungsansätzen. Geplante Veranstaltungen sind ebenfalls unter www.bzww.de genannt.

    Zusätzlich werden die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Weidetierhaltung und der Umgang mit dem Wolf in anderen EU-Mitgliedstaaten thematisiert.

    www.praxis-agrar.de um Herdenschutz und Weidetierhaltung ergänzt
    Der neue Internetauftritt findet seinen Platz auf www.praxis-agrar.de, wo bereits Fachinformationen zu landwirtschaftlichen Themen wie Pflanze, Klima, Umwelt und Betrieb im Fokus stehen. Unter „Bundeszentrum Weidetiere & Wolf“ sind jetzt Informationen aus den Bundesländern für alle Interessierten aus Praxis, Beratung und Herdenschutz zusammengeführt: Fachinhalte, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten in den Bundesländern und zu einzelnen Herdenschutzmaßnahmen, werden gebündelt, Kontaktmöglichkeiten zu den zuständigen Stellen in den Bundesländern entsprechend verlinkt. Die Informationen werden fortlaufend vervollständigt und dienen auch zur Vernetzung relevanter Akteure im gesamten Bundesgebiet.

    Fachgespräch in Eberswalde
    Als bundesweite Informationsstelle blickt das BZWW aus Sicht der Weidetierhaltung auf das Spannungsfeld Weidetiere und Wolf: Welche Konflikte bestehen und wie können Weidetiere und Wölfe koexistieren? „Dazu braucht es eine Versachlichung der Debatte, eine wissensbasierte Kommunikation und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Praxis und den Verantwortlichen für Herdenschutzthemen in den Bundesländern“, betont Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beim Fachgespräch in Eberswalde. „Das in der BLE angesiedelte Bundeszentrum Weidetiere und Wolf wird hierzu beitragen und eine vernetzende Rolle für Akteurinnen und Akteure einnehmen.“

    In dem Fachgespräch erörterten der Präsident der BLE, Mitarbeitende des BZWW sowie Vertreter des Thünen-Instituts, die das BZWW beratend begleiten, das Spannungsfeld Weidetier und Wolf: Vor welchen Herausforderungen stehen Weidetierhaltende, Verwaltung und Beratende beim Herdenschutz? Welche Lücken zwischen Theorie und Praxis müssen bei der flächendeckenden Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen geschlossen werden? Wie kann das BZWW den Transformationsprozess hin zur Koexistenz von Weidetieren und Wolf begleiten und welche Lösungsansätze kann es zur Konfliktminderung anbieten? Die Ergebnisse fließen in die Arbeit des BZWW ein.

    Bundeszentrum Weidetiere und Wolf – Workshops geplant
    In diesem Jahr wird das BZWW unter anderem Workshops zu ausgewählten Fachthemen veranstalten, die zur Vernetzung und Konfliktlösung betragen. Dazu zählen beispielsweise, wie sich Weidetierhaltende am Transformationsprozess beteiligen können, welche Erkenntnisse und Erfahrungswerte es aus der Praxis um wolfsabweisende Zäune gibt, wie mit dem Thema Herdenschutzhunde aus Verwaltungs- und Fördersicht umgegangen werden kann und wie die aktuelle Forschungslandschaft zum Themenkomplex Weidetiere und Wolf praxisrelevant gestaltet werden kann. Informationen zu den jeweiligen Workshops werden unter www.bzww.de veröffentlicht.

    Quelle: BLE

    Bildquelle: BLE

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