„Schau ins Feld!“ 2022 – Wie passen moderne Landwirtschaft und Artenvielfalt zusammen?

    Mitmach-Aktion für Landwirte geht in achte Saison / Anmeldung bis Ende März möglich!

    Bei der Aktion „Schau ins Feld!“ treten Landwirte aus ganz Deutschland mit Verbrauchern und Medien in den Dialog: Sie wollen transparent zeigen, wie sie arbeiten, warum Pflanzenschutz für die Produktion gesunder Lebensmittel notwendig ist und mit welchen Maßnahmen sie die Biodiversität gezielt fördern. Die Mitmach-Aktion der Initiative „Die Pflanzenschützer“ startet 2022 bereits in ihre achte Saison. Noch bis Ende März können sich Landwirte online anmelden. 2021 legten bundesweit rund 930 Teilnehmer über 1800 „Schau!-Fenster“ an.

    Pflanzenschutz ist ein komplexes Thema. Er besteht aus verschiedenen Bausteinen. Dennoch wird Pflanzenschutz meist nur auf den Einsatz chemischer Mittel reduziert, und die Debatte dreht sich fast ausnahmslos über vermeintliche Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt. Der Nutzen wird dabei zu wenig beachtet. Im Rahmen der Aktion „Schau ins Feld!“ wird erklärt, dass Pflanzenschutz bereits bei der Pflanzenzüchtung und der Auswahl des Saatguts beginnt und mit der Bearbeitung des Bodens oder etwa dem Ausbringen von Nützlingen weitergeht. Außerdem wird veranschaulicht, dass die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und des Klimas leistet: Mit modernem Pflanzenschutz kann die Menge der produzierten Lebensmittel gesteigert werden, ohne dafür zusätzliche naturbelassene Flächen zu beanspruchen. Daneben werden auch gezielte Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität dargestellt, wie zum Beispiel Blühstreifen, Nisthilfen, Zwischenfrüchte oder digitale Lösungen.

    Ob konventionell oder ökologisch wirtschaftender Betrieb, ob Ackerbauer, Winzer, Obst- oder Gemüsebauer: Mitmachen können alle, die Landwirtschaft betreiben. An möglichst gut frequentierten Wegen legen die Teilnehmer sogenannte Nullparzellen an und verzichten in diesen Schau!-Fenstern auf jede Form von Pflanzenschutz – auf chemische Mittel genauso wie auf mechanische Bodenbearbeitung oder biologische Maßnahmen. Wenn sich hier im Laufe der Zeit Unkräuter, Schädlinge und Krankheiten ausbreiten, wird der Unterschied zum behandelten Teil des Felds deutlich sichtbar. An der Nullparzelle aufgestellte Schau!-Tafeln erklären Passanten die Aktion und laden zum Dialog ein. Zusätzlich können die „Schau ins Feld!“-Teilnehmer auch Kulturschilder nutzen, die sich jeweils detailliert mit einer einzelnen Kultur auseinandersetzen, zum Beispiel mit Apfel, Weizen, Kartoffel oder Zuckerrübe. Die Schilder können auf der Webseite der Pflanzenschützer heruntergeladen werden.

    Informationen zur Aktion und Anmeldung sind auf der Webseite der Pflanzenschützer (www.die-pflanzenschuetzer.de) zu finden. Die Pflanzenschützer sind auch auf Facebook (www.facebook.com/pflanzenschuetzer) und Instagram (www.instagram.com/diepflanzenschuetzer) aktiv.

    Quelle: IVA

    Bildquelle: IVA

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