Bereits vor vier Jahren nutzte Pfanzelt die Forst live für die Präsentation der ersten eigenen Forstraupe. Mit dem Moritz wurde 2016 das Konzept eines Raupenfahrzeuges für den Forst revolutioniert. Zur Forst live zeigt Pfanzelt nun erstmals die beiden neuen Modelle, die dem ursprünglichen Konzept treu geblieben sind, aber technisch in einer neuen Liga spielen. Sie bieten die Kombination der Aspekte der bewährten Fällraupe und den Ansprüchen an multifunktional einsetzbare, leistungsstarke Forstraupen.

So wenig die Optik verändert wurde, in so viel größerem Maße wurde die Technik der kompakten und leistungsstarken Forstraupe Moritz überarbeitet. Dies beginnt bereits bei dem Motor. Die leistungsstarken und sparsamen 4-Zylinder-Motoren mit 36,4 bzw. 55,4 kW kommen nun aus dem Hause Deutz und werden serienmäßig mit einem CLEANFIX Umkehrlüfter ausgestattet. Auch bei den Aggregaten und dem Hydrauliksystem wurde mit den neuen Modellen viel verändert. Das Hydrauliksystem besteht nun aus drei getrennten Systemen für Fahrantrieb, Arbeits- und Leistungshydraulik. Diese Trennung ermöglicht eine neue Dimension bei allen drei Systemen.

Bei dem Fahrantrieb kann so eine Drifteinstellung zum Ausgleich der Hangabtriebskraft bei Mäharbeiten quer zum Hang eingestellt werden. Für den gleichen Arbeitseinsatz kann zukünftig auch eine stufenlose Einstellung der Endgeschwindigkeit vorgenommen werden. Diese beiden Optionen bieten einen sehr hohen Komfort beim Einsatz des Moritz mit einem Mulcher oder einer Forstfräse. Die Arbeitshydraulik bietet nun bis zu vier proportionale und zwei schwarz/weiß doppeltwirkende Funktionen, die alle über die Funksteuerung gleichzeitig bedient werden können.

Die Bordhydraulik verfügt über bis zu sechs doppeltwirkende Steuergeräte. Die Leistungshydraulik mit Multikuppler (rechts im Bild) bietet zusätzlich bis zu 96 l/min bei 300 bar Druck.

Leistungshydraulik für kraftvolle Einsätze
War es bisher nur möglich Anbaugeräte mit der mechanischen Zapfwelle, ein Alleinstellungsmerkmal des Moritz am Markt, anzutreiben, ist nun auch eine Leistungshydraulik verfügbar. Dies ist vor allem für Kunden gedacht, bei denen bereits hydraulisch angetriebene Arbeitsgeräte anderer Hersteller vorhanden sind. Ohne Einschränkungen kann nun nahezu die komplette Motorleistung entweder über die mechanische Zapfwelle oder die Leistungshydraulik abgerufen werden. Die Axialkolbenpumpe leistet bei Bedarf bis zu 96 l/min bei 300 bar. Das Arbeitsgerät wird komfortabel über einen Multikuppler an den Moritz angeschlossen. Bei Ausstattung des Moritz mit einer Seilwinde für den Forsteinsatz übernimmt die Leistungshydraulik den Antrieb. Der bewährte Einbauort der Seilwinde, schwerpunktgünstig in das Fahrzeug integriert, wird auch beim neuen Moritz beibehalten. Neu ist hier, dass nun Seilwindenaggregate bis zu einer Zugkraft von 72 kN und einer maximalen Seillänge von 110 m möglich sind. Eine stufenlose Einstellung der Seilgeschwindigkeit (vorwärts und rückwärts) ermöglicht einen Arbeitskomfort in einer neuen Liga.

Die zwei neuen Modelle mit 50 und 75 PS können mit einer Seilwinde, die über eine Zugkraft zwischen 5 und 7,2 t verfügt, ausgestattet werden. Sie sind nur geringfügig größer und mit 2.000 kg immer noch für den Transport am PKW-Anhänger geeignet.

Zwei individuell nutzbare Anbauräume für mehr Flexibilität
Verfügte der Moritz bisher über einen Dreipunktanbauraum sowie einen zweiten Anbauraum in der Front, der für ein Frontgewicht, eine Werkzeugbox sowie eine Hilfsseilwinde genutzt werden konnte, so steht bei den neuen Modellen ein vollwertiger Dreipunktanbauraum in der Front zur Verfügung. Neben den Pfanzelt eigenen Anbaugeräten sind somit an dem Kat. 1 Dreipunkt auch Arbeitsgeräte anderer Hersteller einsetzbar. Vielseitige Einsätze mit zwei Arbeitsgeräten gleichzeitig sind so nun möglich.

Kompakte Abmessungen und niedriger Bodendruck
Zum Konzept des Moritz gehören seit der Einführung ein niedriger Bodendruck und kompakte Abmessungen. Für die Weiterentwicklung des Moritz bildeten diese beiden Voraussetzungen deshalb die Grundlage. Das leicht höhere Eigengewicht von ca. 2.000 kg wird durch die breiteren (Serie 250 mm, optional 300 mm) und längeren Laufwerke aufgenommen. Somit bleibt der Bodendruck im Vergleich zum Modell Fr50 gleich. Ein unkomplizierter Transport mit PKW-Anhänger oder Transporter ist nach wie vor problemlos möglich, da sich die Abmessungen nur sehr gering geändert haben. Für unterschiedliche Einsatzgebiete und für Arbeiten am Hang können die Laufwerke hydraulisch jeweils um 200 mm pro Seite verbreitert werden. Die neue automatische, hydraulische und wartungsfreie Kettenspannung verhindert ein Abspringen des Bandes zuverlässig.

Die komplett neue Funksteuerung bietet viele neue Einstellungsmöglichkeiten, so z.B. eine voreingestellte Drift oder Maximalgeschwindigkeit bzw. eine stufenlos verstellbare Seilgeschwindigkeit.

Die neuen Modelle erleben
Die Liste der neuen Technik und der erweiterten Möglichkeiten ist lang und bietet dem Nutzer einen höheren Bedienkomfort, mehr Leistung und ein stark verbreitertes Einsatzspektrum. Die Präsentation der neuen Modelle auf der Forst live 2020 in Offenburg wird deshalb zum spannenden Highlight für Viele werden.

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