Nachtfröste haben den Kulturpflanzen nicht geschadet

    Der Frühling nimmt Fahrt auf, und die Landwirte freuen sich darauf, dass es endlich wärmer wird. „In den vergangenen Tagen wurden bereits Nährstoffe auf den Feldern ausgebracht, soweit die Böden befahrbar waren, damit die Pflanzen ausreichend versorgt sind, wenn das Wachstum beginnt“, erklärt Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Pflanzenausschusses im Landvolk Niedersachsen. Besonders innovative Landwirte setzen dabei modernste Technik ein, die den individuellen Stickstoffbedarf der Pflanzen mittels eines Sensors anhand der Blattfarbe ermittelt.

    Die Bestände sind zu einem großen Teil gut entwickelt, hat der Landwirt aus dem Weserbergland beobachtet. „Wir hatten im November und Dezember ausreichend Niederschläge, aber nicht zu viel, so dass es keine Verschlämmungen und Fließschäden in den Hanglagen gab.“ Der Januar hat mit gut 70 mm Niederschlag auf den Quadratmeter auch eine gute Menge an Feuchtigkeit gebracht, und der starke Wintereinbruch im Februar mit Temperaturen von bis zu minus 25 Grad hat den Saaten dank einer schützenden Schneedecke von bis zu 25 Zentimetern nicht geschadet. „Die Böden, vor allem im Wald, konnten diese Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen, und so konnte diese ganze Winterfeuchtigkeit genutzt werden, um den Bodenspeicher aufzufüllen. Man konnte das daran erkennen, dass die Flüsse kaum Hochwasser führten“, hat Meyer beobachtet.

    Das bestätigt auch Corina Schube vom Zentrum für Agrarmeteorologische Forschung Braunschweig des Deutschen Wetterdienstes. „Die aktuelle phänologische Entwicklung bewegt sich im Bereich der langjährigen Mittelwerte des Eintrittsdatums, nachdem es in der milden Februarphase schon mal einen Entwicklungsvorsprung von teils mehr als sieben Tagen gab.“

    Nach weiterführenden Modellberechnungen des DWD von Anfang März soll es im Zeitraum von April bis Juli annähernd temperatur- und verbreitet auch „niederschlagsnormal“, im Osten Niedersachsens sogar etwas zu feucht werden. Belastbare Voraussagen für ein gesamtes Jahr sind laut der Wetterexpertin jedoch nicht möglich.

    Quelle: Landvolk Niedersachsen

    Bildquelle: Landvolk Niedersachsen