Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber: „Die neue Bundesumweltministerin kann sich in Bayern ansehen, wie Landwirte und Artenschutz Hand in Hand gehen“

    Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber sieht beim Thema Artenschutz die gesamte Gesellschaft am Zug. Das Thema nur bei der Landwirtschaft abzuladen, ist der eindeutig falsche Weg. „Wir können in Bayern zeigen, wie es besser geht. Artenschutz funktioniert nur mit und nicht gegen die Landwirtschaft. Wir müssen aber auch Kommunen, Vereine und die Kirche mit ins Boot nehmen, um diese wichtige Aufgabe, zusammen mit den Landwirtinnen und Landwirten zu meistern“, so Kaniber.

    Die jüngsten Aussagen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke zum Thema Artensterben haben eine falsche Zielsetzung und bedienen bestenfalls ideologische Klischees. „Dieses Schwarze-Peter-Spiel fügt sich nahtlos an die Regierungserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz an. Die Landwirtschaft wird nur als Problem gesehen. Einseitige Schuldzuweisungen sind unfair und nicht angebracht. Das Thema Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft. Dabei sind unsere Landwirtinnen und Landwirte ein wichtiger und entscheidender Teil der Lösung“, so die Ministerin.

    Wie erfolgreich die Themen Artenschutz und Landwirtschaft verknüpft werden können, zeigt sich in Bayern mit seinen vielfältigen und kleinteilig strukturierten Landwirtschaftsbetrieben und seinen umfangreichen Agrarumweltmaßnahmen immer wieder. Im Zuge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ hat die Staatsregierung einen Runden Tisch unter Leitung des Landtagspräsidenten a. D. Alois Glück einberufen. Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz und Gesellschaft haben gemeinsam Lösungen für mehr Artenschutz erarbeitet. Darüber hinaus nimmt jeder zweite landwirtschaftliche Betrieb in Bayern freiwillig am Kulturlandschaftsprogramm teil. Bayern ist bei Agrarumweltmaßnahmen und beim Öko-Landbau in Deutschland führend.

    „Bayern geht beim Thema Artenschutz im engen Schulterschluss mit den Landwirtinnen und Landwirten voran. Unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft ist das Paradebeispiel, wie es in ganz Deutschland funktionieren könnte. Die Betriebe brauchen dazu aber finanzielle Unterstützung und keine Schuldzuweisung. Ich lade Bundesministerin Lemke gerne zu uns nach Bayern ein. Hier kann sie erleben, wie unsere Landwirte ein wichtiger Teil der Lösung beim Thema Artenschutz sind. Bei uns sieht man, wie Artenschutz und Landwirtschaft zusammengebracht werden können“, so Bayerns Agrarministerin Kaniber.

    Quelle: StMLF

    Bildquelle: ML-Archiv

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