Klimawandel und Tierwohl brauchen clevere Lösungen – Michaela Kaniber besucht Tierwohl- und Trockenheits-Forschungsstandort in Schwarzenau

    Der Klimawandel und die Verbesserung des Tierwohls stellen Bayerns Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Um diese besser bewältigen zu können, forscht der Freistaat am Standort Schwarzenau intensiv zu den Themen Tierwohl und Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an den Klimawandel. Wie Agrarministerin Michaela Kaniber am Donnerstag am Versuchs- und Bildungszentrum in Schwarzenau sagte, hat der Freistaat am Standort bereits 13,7 Millionen Euro für zukunftsweisende Tierwohlställe im Schweinebereich investiert.

    „Die Investitionen in den Standort Schwarzenau sind ein wichtiges Signal an unsere bäuerliche Landwirtschaft. Wir lassen sie mit neuen Aufgaben nicht allein. Denn die Betriebe sind durch steigende Kosten, fortwährende Rechtsverschärfungen und die Tierwohldiskussion schon erheblich unter Druck. Wir zeigen ihnen Wege auf, wie sie den Umbau ihrer Nutztierhaltung zu mehr Tierwohl trotzdem schaffen können und stehen ihnen dabei auch finanziell zur Seite“, sagte die Ministerin in Schwarzenau. So stellt der Freistaat im Rahmen der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung fast 83 Millionen für neue Tierwohlställe bereit.

    Mit den neuen Bauten in Schwarzenau stehen nun für Bildung und Forschung richtungsweisende Vorzeigeställe zur Verfügung, die mehr Platz, Auslauf und Stroheinstreu bieten. Die schon vorhandenen Stallungen wurden ebenfalls bereits teilweise saniert. Auch das angeschlossene Wohnheim wurde erneuert – eine wichtige Verbesserung, da am Standort Schwarzenau bayernweit die überbetriebliche Berufsausbildung, die Weiterbildungskurse für Schweinehalter und Beratungskräfte durchgeführt werden.

    Darüber hinaus wird der Versuchsstandort Schwarzenau als bayerisches Zentrum für praxisorientiere Forschung für Landwirtschaft in trockenen Lagen ausgebaut. Denn der Klimawandel verschärft die Trockenheit und das Risiko für extreme Wetterlagen weiter und wird enorme Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft haben. „Wir nehmen den Klimawandel sehr ernst und müssen unsere Betriebe durch rechtzeitige Vorsorge widerstandsfähiger machen. Schwarzenau ist einer der trockensten Standorte Bayerns. Deswegen haben wir hier neue wassersparende Anbausysteme für die Landwirtschaft in trockenen Lagen entwickelt. Wir testen neue Kulturpflanzen wie Quinoa, Kichererbse und Hirse. Diese Pflanzen haben sich über lange Zeit an das Klima in ihren Herkunftsregionen angepasst und trotzen Dürrezeiten. Nun testen wir sie auf ihre Praxistauglichkeit unter unseren klimatischen Bedingungen“, so Ministerin Michaela Kaniber.

    Quelle: StMELF

    Bildquelle: Judith Schmidhuber / StMELF

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