FREIE BAUERN zu den Uba-Vorschlägen: Raubbau besteuern statt natürliche Kreisläufe

    Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland, haben dafür plädiert, die Vorschläge des Umweltbundesamtes zum Abbau angeblich umweltschädlicher Subventionen differenziert zu betrachten:

    „Eine höhere Besteuerung fossiler Rohstoffe muss fair organisiert sein, ist aber grundsätzlich der richtige Weg hin zu nachhaltigem Wirtschaften“, sagte Bundessprecher Alfons Wolff. Völlig sinnfrei sei dagegen eine höhere Besteuerung landwirtschaftlicher Produkte, so der 60jährige Ackerbauer aus Hohenthurm in Sachsen-Anhalt:

    „Die Menschen und Tiere, die wir ernähren, können gar nicht mehr CO2 ausstoßen als die von uns dafür angebauten Pflanzen über Photosynthese wieder binden.“ Klimaschutz sollte dem realen Raubbau an fossilen Rohstoffen einen Riegel vorschieben statt mit absurden Rechenspielchen natürliche Kreisläufe in Frage zu stellen.

    Der vorgeschlagene Wegfall der Agrardiesel-Beihilfe könne nur ein mikroskopisch kleiner Beitrag zur Einsparung von fossilen Rohstoffen sein, stellt Wolff klar:

    „Einerseits gibt es zur Bodenbearbeitung mit dem Traktor keine Alternative, andererseits belasten deutlich nutzlosere Subventionen wie die Pendlerpauschale oder die Steuerbefreiung von Flugbenzin den Staatshaushalt um das Zehn- bis Zwanzigfache.“ Sollte eine neue Bundesregierung die Agrardiesel-Beihilfe ins Visier nehmen, müssten daher auch alle anderen Subventionen für fossile Energieträger fallen, verlangen die FREIEN BAUERN. Außerdem müssten parallel vergleichbare Vergünstigungen in der Europäischen Union abgebaut werden, so Wolff: „Bereits heute ist die deutsche Landwirtschaft benachteiligt, weil unsere Nachbarn ihre Traktoren mit steuerfreiem Heizöl betanken.“

    Auf rigorose Ablehnung der FREIEN BAUERN trifft vor allem der Vorschlag, den Mehrwertsteuersatz für Fleisch, Milch und Eier anzuheben.

    „Das schadet den sozial Schwächeren und hat mit Klimaschutz rein gar nichts zu tun“, verweist Wolff auf die CO2-Bindung der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Selbst das angeblich so gefährliche Methan, das bei der Verdauung von Rindern entsteht, werde in der Atmosphäre zu CO2 umgewandelt und unter Sonnenlicht in den Gräsern und Kräutern gespeichert, die wiederum der Kuh als Nahrung dienen. Wolff: „Wer sich auf eine solche Diskussion einlässt, muss irgendwann auch die Atmung der Menschen besteuern. Ich finde es erschreckend, welche Abgründe sich auftun, wenn die Klimadebatte ohne jeglichen naturwissenschaftlichen Verstand geführt wird.“

    Quelle: Freie Bauern

    Bildquelle: Freie Bauern

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