Flutkatastrophe 2021: Weinbau ist untrennbar mit der Identität des Ahrtals verbunden

    Der Weinbau prägt das Ahrtal – wirtschaftlich, landschaftlich, touristisch und kulturell. Leider wurden auch viele Winzer von der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr schwer getroffen. Weinbauministerin Daniela Schmitt ist der enge Austausch mit den Betrieben an der Ahr ein wichtiges Anliegen. In den Weingütern Kurth und Kriechel in Bad Neuenahr-Ahrweiler informierte Schmitt sich über Herausforderungen sowie Stand des Wiederaufbaus und übergab Stefan Kurth einen Förderbescheid für Wiederaufbauhilfen in Höhe von rund 93.000 Euro.

    „Der Weinbau ist untrennbar mit der Identität des Ahrtals verbunden. Spätburgunder aus dem Ahrtal sind eines der Aushängeschilder rheinland-pfälzischer Weinbaukunst“, sagte Schmitt. „Ich bin beeindruckt, wie schnell sich die Winzer, die kurz vor der Weinlese teils Haus und Hof verloren haben, sich der Situation gestellt haben. Nun wollen wir den Wiederaufbau der Betriebe und der verlorenen Weinberge möglichst eng begleiten.“ Wie unterschiedlich die Auswirkungen der Flut seien, zeige sich am Schadensbild innerhalb der Betriebe. Während im Weingut Kurth die Kelleranlagen beispielsweise nur geringfügig beschädigt wurden, erlebte Winzer Peter Kriechel bei seiner Kellertechnik schwere Verluste.

    Beide Betriebe suchen nun gemeinsam mit Versicherungen und den Beratern des DLR Mosel individuelle Lösungen auf dem Weg zum Wiederaufbau. Im Weingut Kurth werden der Neubau des Gebäudes der Straußwirtschaft, der nicht durch die Versicherung beglichene Teil der Weinflaschen und die Reparatur des Traktors durch das DLR Mosel mit rund 93.000 Euro gefördert.

    Peter Kriechel verlor neben seiner Kellertechnik auch einen Gutsausschank, rund ein Viertel aller Weinflaschen im Lager sowie 0,4 Hektar Betriebsfläche. Sein Betrieb befindet sich derzeit im Antragsverfahren. Vor Ort tauschte sich Schmitt mit Kriechel und Vertretern der Branche über die verschiedenen Herausforderungen in diesem Zusammenhang aus. Die Ministerin betonte, dass viele Betriebe – genau wie Kriechel – nach der Betriebsamkeit des Herbstes nun verstärkt Beratungsleistungen suchen. Das DLR Mosel sei dafür gut aufgestellt.

    „Wir konnten schnell zusätzliches Personal beim DLR einstellen. Das ist einerseits wichtig, um Anträge schnell zu prüfen und zu bewilligen, andererseits stellen wir so die enge Betreuung der Winzer sicher“, sagte Schmitt. Oft gelinge es beispielsweise, fehlende Unterlagen schnell und unbürokratisch nachzufordern, und Hilfeersuchen noch am gleichen Tag zu beantworten.

    Quelle: MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU RHEINLAND-PFALZ

    Bildquelle: ML-Archiv

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