Nach dem Aus für den Agrardiesel in diesem Winter/Frühjahr, kommt jetzt erneut eine zusätzliche Belastung auf die Landwirte zu. Die Bundesregierung will den Umsatzsteuersatz bei pauschalierenden Betrieben herabsetzen, von derzeit 9% auf 8,4%. Ab den 1. Januar 2025 soll er sogar auf 7,8% abgesenkt werden.

Erst vor einigen Jahren war dieser Umsatzsteuersatz von 10,7% auf 9% heruntergestuft worden, es zeigte sich hier auch fatal, wie den Betrieben einfach 4- und 5-stellige Summen durch die Hintertür abgezogen wurden.

Die Ampel bricht auch hier wiederholt ihr Versprechen, die Landwirtschaft nicht noch mehr zu belasten. Denn für diese bedeutet diese Entscheidung noch weniger Einnahmen, mehr Belastungen, mehr Arbeit und mehr Sorgen. Auch werden die Landwirte immer mehr in Richtung der Umsatzsteuer-Optierung getrieben.

Dem Staat selbst bringt dieses Vorgehen etwas knapp unter 100 Millionen Euro, den Landwirten selbst kostet es ein Vielfaches, von den enormen zusätzlichen Bürokratischen Aufwand kaum zu sprechen.

Weiter haben die verantwortlichen Parteien den Bauern für den Wegfall der „Steuererleichterung für den Agrardiesel“ unter anderem eine Risikoausgleichsrücklage oder eine steuerliche Tarifglättung versprochen, die einen kleinen Teil der nun deutlich höheren Kosten ausgeglichen hätte. Auch daran hat man sich nicht gehalten.

Verlässliche Rahmenbedingungen sind jedoch der Regierung momentan leider sehr fremd, genauso wie die eigenen Versprechen, die sie gegenüber den heimischen Landwirten gemacht haben.

Landwirtschaft verbindet Bayern e.V. steht bereit, der Bundesregierung sinnvolle Maßnahmen vorzuschlagen, um den Haushalt zu kitten und nicht wie jetzt, die deutschen Landwirte wieder in Fremdhaftung für ihre eigene misslungene Wirtschaftsweise zu nehmen.

Quelle: Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.

Bildquelle: ML-Archiv


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