LSV Deutschland und FREIE BAUERN haben ihre Auffassung bekräftigt, dass die von der Bundesregierung geplante Steuererhöhung auf Agrardiesel nicht beschlossen werden darf, so lange die landwirtschaftlichen Betriebe die daraus unmittelbar resultierenden Einkommensverluste nicht durch eine höhere Wertschöpfung ausgleichen können. Unter dem Motto „Werner für Wertschöpfung“ bricht daher am Sonnabend der Milchviehhalter Werner Koslowski aus dem niedersächsischen Wohnste mit seinem Traktor zu einer zwölftägigen Reise in die deutschen Landeshauptstädte auf, um jeweils vor den Landtagen die Forderungen beider Interessenorganisationen zu übergeben.

„Wir verlangen von der Politik konkrete Maßnahmen gegen den Preisdruck durch Importe und Monopole, die unseren Betrieben ökonomische Spielräume in der Wertschöpfungskette verschaffen“, sagt Frerk Arfsten von den FREIEN BAUERN, der die Idee zur Staffelfahrt mit Werner Koslowski hatte. „Unsere Forderungen kosten kein Steuergeld, sie entlasten den Staat, stärken unternehmerische Eigenverantwortung“ ergänzt Uta von Schmidt-Kühl von LSV Deutschland, die die Route geplant hat.

  • 27.1. In Kiel, 16 Uhr
  • 28.1. Schwerin, 14 Uhr
  • 29.1. Potsdam, 14 Uhr
  • 30.1. Magdeburg, 14 Uhr
  • 31.1. Dresden, 14 Uhr
  • 1.2. Erfurt, 14 Uhr
  • 2.2. München, 14 Uhr
  • 3.2. Stuttgart, 14 Uhr
  • 4.2. Saarbrücken, 14 Uhr
  • 5.2. Mainz, 14 Uhr
  • 5.2. Wiesbaden, 18 Uhr
  • 6.2. Düsseldorf, 14 Uhr
  • 7.2. Hannover, 14 Uhr

Im gemeinsamen Forderungspapier, das Werner Koslowski an möglichst viele Politiker unterschiedlicher Parteien übergeben und mit ihnen diskutieren möchte, geht es unter anderem um ein Verbot des Einkaufs unter Produktionskosten, die Einführung einer Herkunftsland-Kennzeichnung, eine Vertragspflicht für Milch- und Schlachtviehlieferungen sowie um die Entflechtung der Monopole in Lebensmittelindustrie und Lebensmitteleinzelhandel. Freihandel soll künftig nur noch mit Ländern stattfinden, die zu denselben ökologischen und sozialen Standards produzieren, fordern LSV Deutschland und FREIE BAUERN – die zollfreien Einfuhren von ukrainischem Billiggetreide sollen daher auslaufen und die Verhandlungen über Abkommen mit den Mercosur-Staaten und Chile abgebrochen werden. Weiter wünschen sich beide Organisationen deutliche Vereinfachungen bei Düngung, Pflanzenschutz und Tierhaltung, einen effektiven Bürokratieabbau, das Verbot von Gentechnik und Laborfleisch sowie Rechtssicherheit für die Jagd auf Wölfe.

Die Forderungen:

Quelle: Freie Bauern

Bildquelle: ML-Archiv