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Nach weiteren Viehdiebstählen: Sorge bei Tierhaltern in Südbrandenburg wächst

Nach dem Fall in Raddusch mit 48 verschwundenen Rindern gibt es nun den nächsten mutmaßlichen Viehdiebstahl in Südbrandenburg. In Grano im Spree-Neiße-Kreis sollen erneut 31 Rinder von einer Weide gestohlen worden sein. Damit summiert sich die Zahl der verschwundenen Tiere innerhalb weniger Wochen auf rund 150.

Bereits vor wenigen Tagen berichteten wir über den Fall in Raddusch:
48 Rinder verschwunden: Sorge vor Viehdiebstahl bei Tierhaltern wächst

Nach Angaben der Polizei und des Bauernverbandes gehen die Ermittler inzwischen von professionell organisierten Tätern aus. Die Tiere sollen nachts mit größeren Viehtransportern abtransportiert worden sein. Auch Spuren von Reifenabdrücken werden ausgewertet.

Mehrere Fälle innerhalb kurzer Zeit

Neben dem aktuellen Fall in Grano und dem bereits bekannten Diebstahl in Raddusch sollen zuvor bereits weitere Tiere in Südbrandenburg verschwunden sein. Insgesamt ist inzwischen von rund 150 gestohlenen Rindern die Rede.

Mehrere Fälle ereigneten sich in Regionen nahe der polnischen Grenze. Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Zusammenhänge.

Bauernverband spricht von professionellem Vorgehen

Der brandenburgische Landesbauernpräsident Henrik Wendorff geht laut dpa davon aus, dass die Täter organisiert vorgehen. Für Tierhalter sei der Verlust nicht nur wirtschaftlich gravierend, sondern auch emotional belastend.

Im aktuellen Fall in Grano soll allein der Schaden im sechsstelligen Bereich liegen. Laut betroffenen Landwirten handelte es sich teilweise um hochwertige Zuchtrinder.

Politik schaltet sich ein

Auch die Landesregierung reagiert inzwischen auf die Vorfälle. Brandenburgs Innen- und Agrarministerium wollen sich mit betroffenen Tierhaltern austauschen und über mögliche Schutzmaßnahmen beraten.

Die Polizei ermittelt derzeit weiter zu möglichen Zusammenhängen der Fälle. Auch ein Austausch mit polnischen Behörden soll stattfinden.

Schutz von Weidetieren gewinnt an Bedeutung

Die Serie von Viehdiebstählen sorgt derzeit bei vielen Tierhaltern für Verunsicherung. Gerade abgelegene Weiden gelten als schwer zu überwachen. Diskutiert werden deshalb unter anderem:

  • bessere Beleuchtung an Zufahrten
  • Videoüberwachung
  • GPS-Technik
  • häufigere Kontrollen der Tierbestände
  • stärkere Sicherung von Weidezugängen

Ob tatsächlich organisierte Banden hinter den Fällen stehen, müssen die laufenden Ermittlungen zeigen. Für viele Tierhalter in der Region ist die Sorge jedoch bereits Realität geworden.

Quellen:

  • dpa
  • Polizei Brandenburg
  • Bauernverband Brandenburg
  • Welt
  • n-tv

Bildquelle: MLA


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