Vermummte „Aktivisten“ blockieren Schlachthof in Bocholt

    Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sich über 50 Personen einer französischen Tierschutzgruppe in der Nacht zum Montag Zutritt auf das Gelände eines Schlachthofes im Industriegebiet Schlavenhorst an der Mussumer Ringstraße in Bocholt verschafft.

    Nach ihren Angaben wollen sie mit ihrer Aktion den Betrieb blockieren, um Tierschlachtungen zu verhindern. Die Personen sind schwarz gekleidet und tragen schwarze Mund-Nase-Abdeckungen. 

    Sie betraten das Gebäude und ketteten sich im Bereich der Tierschleuse an. Der Schlachthof konnte seinen normalen Betrieb nicht durchführen. Zurzeit sind technische Einsatzkräfte der Polizei damit beschäftigt, die Personen von ihren Fesselungen zu befreien.

    Auf den Polizeiwachen in Borken und Bocholt erfolgen danach die mit der Staatsanwaltschaft Münster abgesprochenen weiteren polizeilichen Maßnahmen.

    Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

    Quelle: Kreispolizeibehörde Borken

    Bildquelle: ML-Archiv / Symbolbild

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    1 Kommentar

    1. Also wirklich. Der Artikel ist über 1 Monat alt, und niemand hats kommentiert???

      Habe selbst jahrelang in nem Schlachthof gearbeitet. Menschen werden von denen genau so mies behandelt wie die Tiere. Aber das was die Tierschützer da machen ist auch Mist, dreist, falsch, kurzsichtig.

      Denn die Landwirte sind eh schon immer die die hilflos dastehen und alles abbekommen!

      1. EU und sch(w)einheilige deutsche Politiker, die mit Gülleverordnung usw. die finanzielle Last der Landwirte immer weiter erhöhen und in den Ruin treiben. Bis nur noch die ganz großen übrig sind. Und die sind die wirklich Schlimmen der Branche.

      2. Schlachthöfe, die beim Personal mit mieser Bezahlung und noch mehr schäbigen Tricks Lohndumping betreiben, dadurch viel Geld sparen und auch die Fleischpreise dauerniedrig halten. So dass die Landwirte möglichst wenig bekommen. Und dann schlimmstenfalls noch bei der Abrechnung beschhhhsn werden. Während dessen geht das Höfesterben munter weiter. Und viele kleinere Schlachthöfe sterben gleich mit, weil die nicht so tricksen wie die großen.

      3. Und den Löwenanteil vom Produkt streicht der Handel ein. Wenn dem was zu teuer ist, gibt der den Druck an die Unternehmen weiter und die den dann wieder an die Bauern. Zum Beispiel wenn die großen Schlachthöfe einfach mal für mehre Wochen die Schlachtzahlen in allen Schlachthöfen verringern, bis zu mehrere 1000 Tiere pro Tag und pro Schlachthof. Nur um bei den nächsten Preisnotierungen wieder die Preise drücken zu können. Weil Nachfrage plötzlich nicht mehr so hoch…? ja ne, is klar.

      Und dann wird ernsthaft die Massentierhaltung der Bauern kritisiert! Können die doch nur noch in großen Mengen Umsatz machen, wenn die bei solchen mafiösen Strukturen kaum was pro Tier rausbekommen!!!

      Warum geht Ihr Tierschützer denn nicht hin und blockiert stattdessen die Verladestellen von Supermarktketten, wo die Schlachthöfe anliefern?

      Glaubt Ihr denn nicht, dass die Bauern nicht sogar FREIWILLIG weniger Tiere zu noch besseren Bedingungen mästen würden??? Das geht nur, wenn sie einen fairen Preis dafür bekommen! Nicht nur bei Fleisch. Auch Milchprodukte, Gemüse, usw. Die Mengen, die deutschlandweit geschlachtet werden, brauchen wir in Deutschland nicht. Unterversorgt wären wir nicht, wenn plötzlich alle Bauern weniger Tiere in den Ställen hätten. Aber dann muß auch der Preis stimmen.

      Bloß dumme Sache: höhere Fleischpreise geht natürlich auch nicht. Weil dann alle anderen Geringverdiener am Ar… sind, weil sie sich auch kaum was von ihren mickrigen Gehältern leisten können. Weil deren Arbeitgeber genauso Lohndumping betreiben wie die Schlachthöfe eh und je. Nicht etwa „Geiz ist geil“. Wer nicht viel hat, kann auch nicht viel für Lebensmittel ausgeben!

      Also, liebe Tierschützer:

      Wenn Ihr wirklich etwas ändern wollt, für Tiere und Naturschutz. Dann HELFT erst einmal den MENSCHEN, denen es dreckig geht – finanziell vielen vermutlich deutlich schlechter als Euch!

      Ich wette mit Euch: Je weniger Menschen von Existenzängsten und dem Terror von Politik und Wirtschaft geplagt werden, umso mehr werden auch, nach und nach, von ganz allein umweltbewusster leben. Weil sie dann zum ersten Mal seit Jahrzehnten über ihren eigenen Tellerrand hinaus gucken können ohne in ein tiefes Loch zu fallen.

      Nicht gegen einander hetzen, sondern gegenseitig helfen!

      Bürger die Bürgern helfen sich gegen Mißstände zu wehren und die Lage für alle zu bessern.
      Wir alle uns gegen die Wenigen, die von den Mißständen profitieren, schützen.
      Sinnvoll, organisiert und informiert, schlimmstenfalls in nur kleinen Schritten ans Ziel, aber dafür gemeinsam!
      Damit man uns nicht mehr belügen und einschüchtern und ausbeuten kann!

      Praktisch so wie auf dem Maidan:
      Eine Bevölkerung die sich geeint und friedlich zur Wehr setzt.

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