Bundesministerin Julia Klöckner und Kulturstaatsministerin Monika Grütters starten Soforthilfeprogramm zur Stärkung des Kulturangebots auf dem Land

Um landwirtschaftliche Museen gezielt zu unterstützen, haben die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Kulturstaatsministerin, Monika Grütters, das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021“ erweitert um die Förderung landwirtschaftlicher Museen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt dafür zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Regionale Museen, die sich schwerpunktmäßig den Themen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung, Gartenbau, Weinbau oder Fischerei widmen, können so jeweils mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden. Beantragen können sie die Unterstützung ab dem 1. April 2021 beim Deutschen Verband für Archäologie e.V. (DVA) sowie auf der Webseite des BMEL.

Bundesministerin Julia Klöckner: „Landwirtschaft prägt unsere ländlichen Regionen, bestimmt das Leben zahlreicher Generationen und begründet Traditionen in den Dörfern. Landwirtschaftliche Museen machen das greifbar – sie sind ein unverzichtbares kulturelles Angebot. Für die Menschen vor Ort sind sie identitätsstiftend, sie tragen bei zur Attraktivität von Gemeinden, ziehen Touristen an. Den Besuchern führen sie vor Augen, wie rasant sich die Agrarbranche in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Denn ohne die Innovationsbereitschaft unserer Landwirte, ihre große Offenheit für stetigen Wandel und Modernisierung wäre die heutige Vielfalt und Qualität an heimischen Lebensmitteln so nicht gegeben. Dafür wird Bewusstsein geschaffen – das steigert auch die Wertschätzung für die harte Arbeit auf dem Acker, im Stall oder Keller. Das und auch die vielen Ehrenamtlichen zu unterstützen, die sich mit viel Zeit, Ideen und Liebe engagieren, ist uns daher ein Herzensanliegen.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Kultur stiftet Identität und Gemeinschaft. Deshalb gehört kulturelle Teilhabe in unseren Alltag, insbesondere auch abseits der großen Metropolen. Gerade im ländlichen Raum sind es oftmals die kleinen, ehrenamtlich getragenen Ausstellungshäuser, die ein vielfältiges, lokales Kulturangebot überhaupt erst möglich machen. Diese Häuser unterstützen wir flächendeckend mit unserem Förderprogramm, denn eine lebendige, kulturelle Infrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland.“

Hintergrund:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben am 1. März 2021 eine Ressortvereinbarung zur gemeinsamen Umsetzung des Programmteils „Landwirtschaftliche Museen“ im „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ des DVA unterzeichnet. Das Bundeslandwirtschaftsministerium finanziert den Programmteil zu „landwirtschaftlichen Museen“ mit zwei Millionen Euro.

Die BKM hat den Programmteil zu „Heimatmuseen“ in 2020 mit 2,5 Millionen Euro gefördert und setzt diesen ab 2021 mit 1,5 Millionen Euro fort – die Ausschreibung ist seit 1. März 2021 veröffentlicht. Die Höhe der gesamten Förderung für Heimat- und landwirtschaftliche Museen im Programm „Kultur in ländlichen Räumen“ aus Mitteln des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) des BMEL in den Haushaltsjahren 2020-22 beträgt somit insgesamt sechs Millionen Euro.

Quelle: BMEL

Bildquelle: DLM Hohenheim


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