Kaniber: „Die Zukunft der Heimat aktiv mitgestalten“ – Interesse am EU-Programm LEADER ab 2023 jetzt bekunden

    Die Erfolgsgeschichte des EU-Förderprogramms für den Ländlichen Raum LEADER in Bayern wird fortgesetzt. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat die bestehenden und die potenziellen Lokalen Aktionsgruppen (LAG) aufgerufen, ihr Interesse für die kommende Förderperiode ab 2023 zu bekunden. „Wir wollen dieses seit einem Vierteljahrhundert erfolgreiche Instrument auch in Zukunft dazu nutzen, die ländlichen Regionen unseres Landes attraktiv zu gestalten. Die Teilnehmer unterstützen wir dabei, ihre Heimat mit ihren kreativen Ideen und Projekten weiterzuentwickeln“, appellierte die Ministerin in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des ausschließlich digital stattfindenden 5. Bayerischen LEADER-Forums. Die sogenannte „Bekundung des Interesses“ bis 21. Mai ist die zwingende Voraussetzung für eine offizielle Bewerbung beim späteren LEADER-Auswahlverfahren

    Nach den Worten der Ministerin ist das zu 50 Prozent aus Landesmitteln kofinanzierte EU-Programm ein wichtiger Baustein in der Strategie des Freistaats für starke ländliche Räume. Im Mittelpunkt stehen die Lokalen Aktionsgruppen, in denen Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, aber auch einzelne Bürgerinnen und Bürger an konkreten Projekten zusammenarbeiten. „Die breite Beteiligung in allen Landesteilen gehört zu den besonderen Stärken von LEADER. Das Programm lebt von dem großen Engagement der Akteure vor Ort, die mit Herzblut aktiv ihre Heimat gestalten“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.

    Die derzeit 68 bayerischen LAG sind auf rund 86 Prozent der Landesfläche aktiv. In der laufenden Förderperiode wurden seit 2014 bereits mehr als 1.400 Projekte bewilligt, in den kommenden beiden Übergangsjahren werden weitere hinzukommen. Insgesamt stehen dafür in diesem Zeitraum 126 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projekte reichen von der Verbesserung der Grundversorgung über den Tourismus und das kulturelle Erbe bis hin zum Umweltschutz oder sozialen Zusammenhalt. „Jede dieser einzelnen Maßnahmen ist einzigartig für die Region, denn die Idee kommt von den lokalen Akteuren, sie wird von ihnen entwickelt und umgesetzt“, so Ministerin Kaniber. In Zukunft wird es ihren Worten zufolge noch mehr darum gehen, Regionen widerstandsfähig in Krisen und wandlungsfähig gegenüber künftigen Herausforderungen zu machen.

    Weitere Infos zum LEADER-Programm, Details zur Interessensbekundung und Beispiele bereits erfolgreich realisierter Projekte in Bayern sind im Internet unter www.leader.bayern.de zu finden.

    Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    Bildquelle: Judith Schmidhuber / StMELF