John Deere Q1 2026: Gewinn fällt – Prognose steigt

John Deere Q1 2026: Gewinn fällt – Prognose steigt

John Deere startet 2026 mit gemischten Zahlen:
📈 Umsatz +13 %
📉 Gewinn –25 %

Während Bau- & Kompaktmaschinen laufen, bleibt die Landtechnik unter Druck.
Für viele Höfe heißt das weiter:
Reparieren statt investieren. Maschinen länger fahren.

👉 Aufschwung bei den Konzernen – Entlastung auf den Betrieben? Fehlanzeige.

Umsatz deutlich im Plus, Gewinn deutlich rückläufig – gleichzeitig hebt der Konzern die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Während Großmaschinen und Präzisionslandtechnik weiter schwächeln, ziehen Bau- und Kompaktmaschinen spürbar an.

Für landwirtschaftliche Betriebe heißt das:
Der Preisdruck bleibt, Liefermengen steigen – echte Entlastung auf der Kostenseite ist aber nicht in Sicht.


🔍 Die wichtigsten Zahlen aus Q1 2026

Umsatz gesamt: +13 % auf 9,6 Mrd. US-$
Nettogewinn: –25 % auf 656 Mio. US-$
Gewinn je Aktie: 2,42 US-$ (Vorjahr: 3,19 US-$)

Der Umsatz wächst – aber der Gewinn schrumpft deutlich.
Hauptgründe laut John Deere:

  • höhere Zölle
  • ungünstiger Produktmix
  • steigende Garantie- und Produktionskosten

🚜 Landtechnik: Mehr Umsatz – deutlich weniger Gewinn

Großmaschinen & Präzisionslandtechnik:

Umsatz: +3 %
Betriebsgewinn: –59 %

Gerade hier zeigt sich das Problem der aktuellen Marktlage:
Trotz stabiler bis leicht steigender Umsätze bleibt unter dem Strich deutlich weniger hängen. Gründe sind:

  • teure Komponenten
  • höherer Kostendruck durch Zölle
  • Preisdruck im Markt
  • schwache Nachfrage bei Großtechnik

👉 Für Betriebe heißt das:
Große Maschinen bleiben teuer – Spielraum bei Rabatten ist begrenzt, weil die Hersteller selbst unter Margendruck stehen.


🌱 Kompakte Landmaschinen & Pflegegeräte legen deutlich zu

Kompakttraktoren, Rasen- & Grundstückspflege:

Umsatz: +24 %
Betriebsgewinn: +58 %

Hier läuft es bei John Deere aktuell rund:
Mehr Auslieferungen, besserer Produktmix, höhere Preise – das Geschäft mit kleineren Maschinen trägt aktuell einen Großteil der positiven Entwicklung.

👉 Lesart für die Praxis:
Die Nachfrage verschiebt sich weiter Richtung kleinere, vielseitigere Maschinen – vor allem für Nebenerwerb, Kommunen, Pflegebetriebe und Mischbetriebe.


🚧 Bau- & Forstmaschinen: Gewinner der aktuellen Phase

Bau & Forst:

Umsatz: +34 %
Betriebsgewinn: +111 %

Während die Landwirtschaft zögert, investieren Bauunternehmen und Forstbetriebe wieder stärker.
Das stützt den Konzern – hilft den Landwirten aber nur indirekt.

👉 Klartext:
John Deere kann die Schwäche in der Landtechnik derzeit nur dank Bau- und Forstbereich abfedern.


💬 Konzernblick vs. Realität auf den Höfen

John Deere spricht davon, dass 2026 den „zyklischen Tiefpunkt“ markiere.
Gleichzeitig wird die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben auf 4,5–5,0 Mrd. US-Dollar.

Klingt nach Aufschwung – fühlt sich auf den Höfen aber anders an.

Denn:

  • Betriebsmittel bleiben teuer
  • Maschinenpreise sinken kaum
  • Zinsen drücken Investitionen
  • Unsicherheit bei Förderpolitik und Auflagen bremst

👉 Für viele Betriebe bleibt die Realität:
Reparieren statt investieren.
Maschinen länger fahren.
Neuanschaffungen nur, wenn es wirklich sein muss.


🧠 Einordnung für Landwirte

John Deere zeigt, wie angespannt die Lage im Landtechnikmarkt ist:
Mehr Umsatz heißt nicht automatisch mehr Gewinn – und schon gar nicht Entlastung für die Betriebe.

Kurz gesagt:
Der Markt erholt sich – aber nicht dort, wo die Landwirtschaft ihn dringend bräuchte.

Quelle: John Deere

Bildquelle: John Deere

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