FREIE BAUERN fordern Ehrlichkeit statt Geschacher um rote Gebiete

    Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland, sehen das drohende EU-Vertragsverletzungsverfahren als Chance für einen fairen Neubeginn bei der Ausweisung roter Gebiete.

    „Wir müssen weg von dem Geschacher um Prozentzahlen, mit denen angeblich mehr oder weniger Grundwasserschutz erreicht wird, hin zu einer nachvollziehbaren Eingrenzung und aktiven Bekämpfung von Grundwasserbelastungen“, sagte Georg Straller von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN. Der 58jährige Schweinemäster aus dem bayerischen Ipflheim, dessen Flächen bereits einmal im roten Gebiet und nach einer Korrektur wieder draußen lagen, plädiert für ein dreistufiges Verfahren, bei dem es darum geht, die Ursache der Belastungen möglichst präzise zu identifizieren und auszuschalten:

    „Nach Jahren einer ideologisch geführten Auseinandersetzung schlagen wir vor, es einfach mal mit Ehrlichkeit zu versuchen.“

    Zunächst müsse das Messnetz weiter verdichtet werden – aus Sicht der FREIEN BAUERN sollte dabei mindestens eine technisch einwandfrei funktionierende Messstelle auf 15 Quadratkilometern angeordnet sein. Weiter müsse künftig das einzelne Messergebnis als Grundlage für die Ausweisung dienen, so Straller:

    „Der Radius um eine belastete Messstelle herum ist relevant, wir sollten endlich wegkommen von all den angreifbaren Hypothesen und Modellierungen.“ Schließlich müsse es den betroffenen Landwirten möglich sein, anhand ihrer Wirtschaftsdaten nachzuweisen, dass die Belastung nicht von ihrem Betrieb ausgehen kann. Im Zweifelsfall lasse sich über zusätzliche umweltforensische Untersuchung der Proben oder ergänzende Beprobung von Flächen der Kreis der wahrscheinlichen Verursacher deutlich eingrenzen. Straller:

    „Flächendeckende Grundwasserschäden durch die Landwirtschaft sind ein Märchen. Wenn wir die punktuellen Belastungen, die es zweifellos gibt, wirksam abstellen wollen, brauchen wir ein fachlich korrektes, rechtssicheres Verfahren. Das hat unsere volle Unterstützung.“

    Quelle: Freie Bauern

    Bildquelle: Freie Bauern

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