Strukturbruch in der Landwirtschaft hat begonnen! – Wirtschaftliche Lage der Betriebe existenzbedrohend – Bauernproteste gegen den LEH und Verarbeiter

    Der Milchpreis stagniert seit Jahren im Krisentief, der Schweinemarkt liegt am Boden – Grund:

    Corona-Pandemie und Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Erzeugererlöse schrumpfen immer weiter, im Gegenzug steigen die Erzeugungskosten aber unaufhaltsam durch weitere Auflagen. Wie können der LEH in dieser angespannten Lage niedrigere Preismodelle anstreben und die Verarbeiter diese überhaupt anbieten? So funktioniert keine nachhaltige Wertschöpfungskette,
    dies gilt für alle Produkte!

    Die deutschen Bäuerinnen und Bauern fordern eine zukunftsfähige und nachhaltige Verbesserung der Erlössituation als Teilhaber dieser Wertschöpfungskette!

    Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Milcherzeugerpreise um bis zu 34% eingebrochen. Daher hat die Bauernbewegung Land schafft Verbindung (LsV) im Oktober unter knapp 1.750 deutschen Milchviehhaltern eine Onlineumfrage durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die schlimmsten Befürchtungen! 56 % der Betriebe gaben an, aktuell ihre Rechnungen nicht pünktlich bezahlen zu können. 8 % gaben an, den Betrieb innerhalb der nächsten 12 Monate auslaufen zu lassen. Lediglich 6 % gaben an, dass die Versorgung mit liquiden Mitteln ausreichend ist und Ersatzinvestitionen problemlos getätigt werden können.

    Um auf die desaströse Lage auf den Betrieben aufmerksam zu machen, sind die Trecker wieder auf der Straße. Erster Stopp LEH!

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    Das sind die Forderungen:

    1) Wir brauchen zwingend deutlich höhere Erlöse für Schweine, Rinder und Milch:
    Um unsere Betriebe erhalten und wirtschaftlich nachhaltig weiterentwickeln zu können, brauchen wir JETZT von unseren Verarbeitern mehr Geld für unsere Erzeugnisse!


    2) Die Verarbeitungskapazitäten müssen vorrangig inländischen Agrarprodukten vorbehalten werden, solange es in den Schlachtereien – ob ASP- oder coronabedingt -Kapazitätseinschränkungen gibt.


    3) Keine Preissenkungen z.B. für „übergewichtige“/ältere Tiere, zeitlich befristetes Aussetzen von Sanktionen bei vorübergehender Überbelegung von Ställen etc. Die Tierhalter dürfen die Folgen der Kapazitätsbeschränkungen auf Verarbeiterseite nicht
    alleine ausbaden: Derartige unvorhersehbare Marktrisiken müssen mit größtmöglicher Flexibilität von allen Seiten abgefedert werden!

    Es muss JETZT alles dafür getan werden, dass dies kurzfristig realisierbar ist!

    Daher sind unsere Forderungen nicht nur an den LEH gerichtet, sondern an alle Entscheidungsträger der Lebensmittel-Wertschöpfungskette.

    Video – EDEKA Zentrallager in Landsberg am 03.02.2020 von Landwirten blockiert:

    Ansprechpartner: Jann-Harro Petersen 0160 / 98 28 32 95

    Der Vorstand:

    • Dirk Andresen
    • Frank Böcker
    • Claus Hochrein
    • Johannes Wagenbach

    Video – Kaffeefahrt zum ALDI-Zentrallager in Wittstock:

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