FREIE BAUERN fordern Schutzjagd auf Wölfe nach skandinavischem Vorbild

    Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben ihre Forderung nach einer Regulierung der Wolfsbestände bekräftigt. „Die nächste Bundesregierung sollte dem Vorbild skandinavischer Länder folgen und die Jagd auf Wölfe legalisieren“, sagte Frank Michelchen, Wolfsbeauftragter der FREIEN BAUERN, anlässlich der Vorstellung des Dokumentarfilms „Wölfe ohne Grenzen“ heute in Berlin. Wenn die Ausbreitung des Großraubtiers nicht schnell und wirksam gestoppt werde, drohe flächendeckend ein Rückgang der besonders art- und umweltgerechten Weidetierhaltung, warnt der 56jähige Biobauer aus dem brandenburgischen Leibsch und weist darauf hin, dass sich Schutzjagden zur Abwehr von Wolfsangriffen auf Weidetiere durchaus mit dem europäischen Naturschutzrecht vereinbaren lassen.

    Michelchen dankte Wendelin Schmücker vom Förderverein der deutschen Schafhaltung für den Film, der den betroffenen Weidetierhaltern eine Stimme verleiht und aus seiner Sicht zwei Aspekte besonders herausarbeitet: „Zum einen wird deutlich, dass alle Investitionen in Herdenschutz, sei es durch Zäune oder durch Hunde, Wolfsangriffe nur verzögern, aber nicht verhindern können. Zum anderen offenbart der Film einen Zielkonflikt innerhalb des Naturschutzes, denn unter dem Rückgang der Beweidung leidet die Artenvielfalt des Grünlandes enorm.“ Der mit mehr als 15.000 Exemplaren allein in der Europäischen Union schon lange nicht mehr vom Aussterben bedrohte Wolf sei zum PR-Maskottchen einer gut vernetzten Lobby aus Verbandsfunktionären, Planern und Bürokraten geworden, die von seiner Ausbreitung profitieren und sich bisher jeder vernünftigen Diskussion verweigern, bedauert der Landwirt.

    Bei der Anzahl der Wölfe möchten sich die FREIEN BAUERN an dem in Schweden angewandten Prinzip einer absoluten Obergrenze orientieren, bei deren Überschreitung Abschussrechte vergeben werden. „Auf das etwas kleinere und dichter besiedelte Deutschland bezogen wären das etwa 250 Wölfe, die in Naturparks sowie auf Tagebaukippen und Truppenübungsplätzen ihr Zuhause finden könnten“, argumentiert Michelchen und spricht sich für ausgedehnte wolfsfreie Zonen aus: „Wo Menschen und Weidetiere sind, verbreitet der Wolf Angst und Schrecken und Tod – da hat er nichts zu suchen.“

    Quelle: Freie Bauern

    Bildquelle: ML-Archiv

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