Bauernbund Brandenburg fordert Aussetzung der Energiesteuer auf Agrardiesel
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Bauernbund-Präsident Lutz Wercham argumentiert, dass landwirtschaftliche Betriebe die massiv gestiegenen Kraftstoffkosten im Gegensatz zu vielen anderen Branchen nicht einfach an ihre Abnehmer weitergeben könnten. Zugleich verweist der Verband auf den Preisdruck durch Lebensmittelindustrie, Einzelhandel und Importe.
Verband warnt vor Folgen für den Ackerbau
Nach Auffassung des Bauernbundes stehen viele Betriebe wirtschaftlich unter Druck. In der Mitteilung heißt es, einigen Höfen bleibe nur noch die Möglichkeit, die Produktion zu reduzieren oder ganz einzustellen, wenn sich die Lage nicht ändere.
Der Verband warnt in diesem Zusammenhang vor langfristigen Folgen für die heimische Erzeugung. Ein deutlicher Rückgang der Produktion könne aus Sicht des Bauernbundes zu einem Strukturbruch und in der Folge auch zu höheren Lebensmittelpreisen führen.
Nur kurzfristige Entlastung
Gleichzeitig macht der Bauernbund deutlich, dass eine Aussetzung der Energiesteuer aus seiner Sicht nur ein kurzfristiger Notbehelf wäre. Als eigentliche Ursachen nennt der Verband politische Rahmenbedingungen, die aus seiner Sicht grundsätzlich korrigiert werden müssten.
Dazu zählt der Bauernbund unter anderem Forderungen zur Handelspolitik, zur Marktstruktur im Lebensmitteleinzelhandel sowie zu Herkunftskennzeichnung und Vertragsregelungen für Agrarrohstoffe.
Einordnung für die Praxis
Für landwirtschaftliche Betriebe zeigt die Forderung vor allem, wie stark die Diskussion um Energiepreise und Produktionskosten weiter auf den Ackerbau wirkt. Gerade beim Diesel bleiben die Betriebskosten ein zentraler Faktor für die Wirtschaftlichkeit.
Ob eine solche Maßnahme politisch aufgegriffen wird, ist offen. Klar ist aber, dass die Debatte um Agrardiesel, Energiesteuer und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe weiter an Bedeutung gewinnt.
Quelle: Bauernbund Brandenburg
Bildquelle: Moderner Landwirt
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