Im Kalenderjahr 2021 wurden insgesamt 9,15 Millionen Kubikmeter (Mill. m³) Holz in den Wäldern Baden-Württembergs eingeschlagen, so das Statistische Landesamt.

Damit war der Einschlag um 3,7 % größer als im Vorjahr und um fast ein Zehntel (9,7 %) größer als der Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre (2016-2020). Im Gegensatz dazu lag der Schadholzeinschlag mit 3,32 Mill. m³ unter dem 5-jährigen Mittel (−7,0 %).

Die Holzartengruppe »Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz« nahm mit 71,0 % (6,50 Mill. m³) den größten Anteil am Gesamtholzeinschlag ein. Die Bedeutung von Kiefern und Lärchen ist dagegen deutlich niedriger. Ihr Anteil lag 2021 bei lediglich 3,7 %.

Laubhölzer werden in »Eiche« und »Buche und anderes Laubholz« eingeteilt. Während die hochwertige Eiche nur einen kleinen Anteil am Gesamtholzeinschlag ausmacht (2,0%), ist die Nutzung von Buchen und anderem Laubholz wieder von größerer Bedeutung. Mit 2,13 Mill. m³ kam diese Holzartengruppe auf einen Anteil von 23,3 % im Jahr 2021.

Der Befall von Insekten war die Hauptursache für Schadholzeinschlag im Jahr 2021. Mit einem Umfang von 1,74 Mill. m³ entfiel über die Hälfte (52,4 %) des gesamten Schadholzes auf diese Ursache. Sturmschäden, die 2020 aufgrund des Orkans Sabine noch eine große Bedeutung hatten, lagen 2021 auf niedrigerem Niveau (12,3 %).

Während Schnee oder Raureif weniger große Schadholzmengen verursachten (0,15 Mill. m³; 4,4 %), stieg der Schadholzeinschlag durch andere Ursachen, wie zum Beispiel Trockenheit, deutlich an. 2021 wurden dadurch 1,02 Mill. m³ (30,9 %) Holz eingeschlagen, 41,6 % mehr als im Durchschnitt der 5 Jahre zuvor.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Bildquelle: ML-Archiv


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