Ausweitung der EU-Emissionsrichtlinie für Rinderhalter nicht akzeptabel

    Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Karsten Schmal, kritisiert den Vorschlag der EU-Kommission, nun auch die Rinderhaltung in die Industrieemissionsrichtlinie (IED-Richtlinie) miteinzubeziehen, was bereits Betrieben mit 100 Milchkühen fortlaufende Verpflichtungen zum Umbau oder zusätzlichen Hürden bei Stallbaugenehmigungen auferlegen würde: „Wir Milchviehhalter ermöglichen unseren Kühen noch mehr Tierwohl und haben dafür Außenklimaställe gebaut. Die vorgestellte Novelle der Industrieemissionsrichtlinie würde diese Erfolge konterkarieren und eine Vielzahl von Milchviehbetrieben in der Europäischen Union vor existenzielle Herausforderungen stellen. Angesichts der ohnehin sehr großen Herausforderungen vor denen die Milchviehhaltung aktuell steht, sind solche Vorhaben weltfremd“, so Schmal.

    Unter anderem die Vorschläge zur Novelle der Industrieemissionsrichtlinie (IED-Richtlinie) zeigen, wie wichtig das berufsständische Engagement auch unter den europäischen Berufskollegen ist. Erstmals seit Beginn des Corona-Geschehens trafen sich in den vergangenen Tagen die führenden milchpolitischen Vertreter der nationalen Bauern- und Genossenschaftsverbände zum milchpolitischen Austausch in Brüssel bei Copa-Cogeca. Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen des Vorsitzes der Copa-Cogeca-AG Milch stellte sich DBV-Vizepräsident Karsten Schmal erfolgreich der Wahl als stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Er unterstützt in dieser Funktion den neuen Vorsitzenden Giovanni Guarneri vom italienischen Genossenschaftsverband.

    Quelle: DBV

    Bildquelle: ML-Archiv

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