Die weltweit tätige Krone Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt. Damit liegt das Unternehmen leicht unter dem Vorjahreswert von 2,4 Milliarden Euro. Ausschlaggebend sind anhaltende politische Unsicherheiten, internationale Handelshemmnisse sowie eine spürbare Investitionszurückhaltung in Landtechnik und Nutzfahrzeugen.
Märkte: Landtechnik & Nutzfahrzeuge weltweit
Marktlage: Gedämpfte Nachfrage durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten
Investitionszurückhaltung erreicht die Landtechnik
Was im Nutzfahrzeugbereich seit Jahren bekannt ist, zeigt sich inzwischen deutlich auch in der Landtechnik:
Lohnunternehmer und Landwirte reagieren weltweit sensibel auf politische Unsicherheiten, Kriege, Zollfragen und volatile wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Investitionen werden verschoben – nicht aus mangelndem Bedarf, sondern aus fehlender Planungssicherheit.

Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrats, beschreibt diese Entwicklung als direkte Folge der gesamtwirtschaftlichen Lage. Kaufentscheidungen seien heute stärker denn je kurzfristig von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig.
- Neue Fertigungslinie für eTrailer im Werk Werlte
- Start der eigenen Bremsbackenproduktion bei Gigant (Dinklage)
- KI-gestützter Leitstand für Komponentenfertigung in Lübtheen
- Neue Montagehalle am GTS-Standort Ibbenbüren
Fokus auf Flexibilität, Automatisierung und Digitalisierung
Trotz der schwächeren Marktnachfrage hat Krone im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent investiert. Im Mittelpunkt standen die Optimierung der Produktionsprozesse, der Ausbau von Automatisierung sowie der verstärkte Einsatz digitaler und KI-gestützter Systeme.
Ziel ist es, auch bei schwankender Nachfrage eine konstant hohe Produktqualität mit maximaler Flexibilität sicherzustellen – ein entscheidender Faktor in zunehmend volatilen Märkten.
Belastungsfaktoren: geopolitische Konflikte, internationale Zollpolitik
Positive Signale: leichte Markterholung in Deutschland und Teilen Europas

Ausblick: Stabilität heute, Chancen morgen
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Krone einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Dr. David Frink, Vorstandsvorsitzender der Bernard Krone Holding SE & Co. KG, verweist auf die sinkende Verlässlichkeit internationaler Handelsabkommen, die Planung und Steuerung eines global agierenden Industrieunternehmens deutlich erschweren.
Mittelfristig zeigen sich jedoch positive Signale: Eine leichte Erholung des deutschen Landtechnikmarktes, eine Belebung einzelner europäischer Nutzfahrzeugmärkte sowie der strategische Ausbau von Zukunftsmärkten wie Asien und Indien.
- Wachsende Weltbevölkerung
- Steigender Bedarf an Nahrungsmitteln
- Zunehmender Transportbedarf
- Hohe internationale Wertschätzung der Marke Krone
Fazit
In einem von Unsicherheit geprägten Umfeld ist Stabilität bereits ein Erfolg. Krone zeigt, dass Investitionen in Technologie, Effizienz und Flexibilität auch in schwierigen Marktphasen die Grundlage für zukünftiges Wachstum legen können.
Quelle: Krone
Bildquelle: Krone