Bekanntes Sternrad-Prinzip: CLAAS integriert Schwadwender in den LINER
Eine vielen Landwirten noch als „Spinne“ bekannte Technik kehrt in moderner Form zurück: CLAAS bietet für seine LINER Zweikreiselschwader einen Schwadwender mit vier Sternrädern an. Er bearbeitet das bislang unberührte Futter in der Schwadmitte und soll dadurch ein gleichmäßigeres Abtrocknen ermöglichen.
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Das Problem in der Mitte des Schwads
Bei einem Mittelschwader wird das von den Seiten zusammengerechte Erntegut in der Mitte abgelegt. Das dort bereits liegende Futter wird von den beiden Kreiseln jedoch nicht aufgenommen oder gewendet.
Damit landet das bewegte Material auf einer weitgehend unberührten Schicht. Vor allem bei anspruchsvollem Erntegut und feuchten Bedingungen kann dies nach Angaben von CLAAS ein gleichmäßiges Abtrocknen erschweren.
Gerade bei Luzerne, Kleegras und Heu ist eine möglichst homogene Trocknung wichtig. Hier setzt der neue CLAAS Schwadwender an.

Moderne Ausführung der früheren „Spinne“
Das technische Grundprinzip erinnert an frühere Sternradheumaschinen, die teilweise unter der Bezeichnung „Spinne“ angeboten wurden. So gab es beispielsweise von BAUTZ eine „Sternradheumaschine Spinne“. Auch heute werden vergleichbare Sternradschwader unter der Modellbezeichnung „Spider“ angeboten.
Die Sternräder werden durch den Kontakt mit dem Boden und dem Erntegut in Drehung versetzt. Ihre federnden Zinken greifen in das Futter, heben es an und legen es seitlich beziehungsweise lockerer wieder ab. „Spinne“ ist somit kein offizieller technischer Begriff, sondern eine überlieferte Bezeichnung aus der landwirtschaftlichen Praxis.
Beim neuen CLAAS-System handelt es sich jedoch nicht um diesen historischen Maschinentyp, sondern um einen direkt in den LINER Zweikreiselschwader integrierten Schwadwender.

Vier Sternräder bearbeiten das Futter
Der neue Schwadwender arbeitet mit zweimal zwei passiv angetriebenen Sternrädern. Diese nehmen das mittig liegende Erntegut auch zwischen den Stoppeln auf und fördern es nach außen.
Anschließend erfassen die Kreiselzinken das Material und arbeiten es entgegen der Fahrtrichtung locker in das Schwad ein. Nach Angaben des Herstellers entsteht dadurch eine homogenere und luftigere Ablage, die ein gleichmäßiges Durchtrocknen fördern soll.
Gleichzeitig soll sich das Schwad durch nachfolgende Erntemaschinen besser aufnehmen lassen. Nach dem Wenden sind Halme und Blätter nicht mehr längs, sondern quer zur ursprünglichen Mährichtung ausgerichtet.

Keilförmige Anordnung unter der Deichsel
Die unterschiedlich großen Sternräder sind keilförmig angeordnet. Vorne befinden sich kleinere und hinten größere Räder. Dadurch soll der Schwadwender auch das Erntegut unmittelbar unter der Deichsel erfassen und gleichmäßig zu beiden Seiten verteilen.
CLAAS verwendet eigens entwickelte Spezialzinken. Diese sind flexibel in thermoplastischem Polyurethan, kurz TPU, eingefasst und können sich dreidimensional anpassen. Damit sollen sie das Futter schonend aufnehmen und zugleich langlebig sein.
Einstellbare Spiralfedern zwischen der Konsole und den beiden größeren Sternrädern ermöglichen eine Anpassung der Entlastung. Serienmäßige Kunststoffabstreifer sollen verhindern, dass besonders langes Erntegut mitgezogen wird.

CLAAS Schwadwender benötigt kein zusätzliches Steuergerät
Die Zusatzausrüstung wird an den vorhandenen Hydraulikkreislauf des Schwaders angeschlossen. Am Vorgewende hebt und senkt sich der Schwadwender gemeinsam mit den Kreiselarmen. Ein zusätzliches Steuergerät ist laut CLAAS nicht erforderlich.
Angeboten wird die neue Option für die Zweikreiselschwader LINER 2600, LINER 2700, LINER 2800 und LINER 3100.
Einsatz in Luzerne, Kleegras, Heu und Stroh
Als wichtigste Einsatzgebiete nennt CLAAS die Luzerne-, Kleegras- und Heuernte. Darüber hinaus kann der Schwadwender auch beim Schwaden von Stroh eingesetzt werden.
Luzerne und Kleegras können beispielsweise zunächst auf dem Mähschwad antrocknen. Beim anschließenden Schwaden wird auch das bislang unberührte Material in der Mitte aufgenommen und neu in das Schwad eingearbeitet.

Was bedeutet das für landwirtschaftliche Betriebe?
CLAAS greift mit dem Schwadwender ein bekanntes Arbeitsprinzip auf und verbindet es mit einem modernen Zweikreiselschwader. Der wesentliche Unterschied zur früheren „Spinne“ liegt in der Integration: Das mittig liegende Futter wird während des normalen Schwadens bearbeitet. Eine zusätzliche Überfahrt ist dafür nicht erforderlich.
Interessant ist die Lösung vor allem für Betriebe, die empfindliche Futterarten wie Luzerne oder Kleegras ernten oder unter wechselnden Trocknungsbedingungen arbeiten. Auch die Einbindung in den vorhandenen Hydraulikkreislauf dürfte den praktischen Einsatz erleichtern.
Einen Preis für die neue Zusatzausrüstung nennt CLAAS in der Pressemitteilung nicht. Da es sich um eine internationale Presseinformation handelt, können das Produktangebot und die verfügbaren Ausstattungsvarianten je nach Land abweichen.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage einer Presseinformation erstellt und redaktionell geprüft.
Quelle: CLAAS KGaA mbH, Presseinformation vom September 2026
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