Ein Weidezaun für Pferde leistet in unterschiedlichen Umfeldern gute Dienste. Pferdebesitzer haben die Wahl zwischen vielfältigen Modellen mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. Immer häufiger sind Elektrozäune anzutreffen, die für besonders hohe Effizienz stehen. Bei der Auswahl sind aber noch viele weitere Faktoren zu berücksichtigen, damit der gewählte Zaun zu den individuellen Ansprüchen und den Anforderungen des Pferds passt.

Aufgaben eines Weidezauns für Pferde

Ein Weidezaun dient vor allem dem Schutz von Mensch und Tier. Er grenzt eine Koppel klar ein und sorgt dafür, dass sich die Tiere ausschließlich in dem für sie bestimmten Areal aufhalten. Denn gerade Pferde haben einen ungeheuren Freiheitstrieb und würden weglaufen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekämen. Um dies zu verhindern, den Tieren aber gleichzeitig Gelegenheit zum Toben, Spielen und Bewegen zu geben, ist ein Weidezaun hilfreich.

Außerdem dient ein solcher Zaun dem Schutz der Menschen. Gerade in Reitschulen sind Kinder oft so begeistert von den Pferden, dass sie auf diese losstürmen. Um den Pferden Angst zu ersparen und die Kinder vor Verletzungen zu schützen, ist ein Weidezaun ebenfalls nützlich. Nicht zuletzt dient ein solcher Zaun der Abschreckung. So können Pferdebesitzer verhindern, dass ungewollte Besucher oder Tiere auf die Weide gelangen.

Weidezaun 1

Unterschiedliche Arten von Weidezäunen

Ganz allgemein wird zwischen Standzäunen und mobilen Zäunen unterschieden. Erstere kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine Begrenzung dauerhaft benötigt wird. Das ist zum Beispiel bei Reitschulen oder Bauernhöfen der Fall. Gelegentlich wird eine Weidefläche aber nur für einen bestimmten Zeitraum hinweg gebraucht. Das ist zum Beispiel bei Turnieren und Pferdeschauen so. Für eine solche Situation werden andere Zaunarten benötigt, die sich in kürzester Zeit auf- und wieder abbauen lassen.

Des Weiteren unterscheiden sich Weidezäune in ihrem Material. Ein Klassiker ist der traditionelle Weidezaun aus Holz. Dieser ist besonders natürlich und das Risiko, dass sich Pferde an einem solchen Zaun verletzen, ist ausgesprochen gering. Dafür sind solche Weidezäune nur bedingt witterungsbeständig und müssen daher speziell geschützt werden. Außerdem haben sie temperamentvollen Pferden nicht immer genug entgegenzusetzen.Varianten mit Pfosten aus Kunststoff oder Beton sind hingegen äußerst stabil und witterungsbeständig.

Warum sich immer mehr Nutzer für einen Elektrozaun entscheiden

Elektrozäune bieten eine große Auswahl an Varianten. Bekannt sind vor allem Modelle mit einem dünnen Draht. Diese sind effizient, bergen allerdings ein Verletzungsrisiko für die Pferde. Außerdem sind die Drähte nahezu unsichtbar und stellen somit kein optisches Hindernis für ein Pferd dar. Deswegen kommen vor allem Modelle mit Weidezaunbändern zum Einsatz. Diese sind weithin sichtbar und signalisieren den Pferden selbst auf große Distanz, wo ihr Auslaufbereich endet. Solche Bänder sind aber nur dann effizient, wenn sie straff gespannt sind und nicht durchhängen. Die Pferde merken sich, dass auf einem solchen Weidezaun Strom fließt, und meiden diesen.

Alternativ zu den Bändern können Weidezaunseile zum Einsatz kommen. Diese bringen den Vorteil mit, dass sie sich gegen Wind und Wetter zu wehren wissen und somit eine hohe Witterungsbeständigkeit mitbringen. Gerade in Gebieten mit kalten, frostreichen Wintern machen sich solche Weidezäune gut. Zu beachten ist jedoch, dass Seile weniger gut sichtbar sind als Bänder, weswegen die optische Abschreckung bei einem solchen Modell nur bedingt gegeben ist.

Wichtige Auswahlkriterien bei einem Weidezaun

Bei einem Weidezaun spielt die Höhe eine entscheidende Rolle. Allerdings gibt es hierfür keine Patentformel. Als Orientierung kann die Widerristhöhe des Pferdes herangezogen werden. Es wird empfohlen, dass der Zaun etwa 4/5 der Widerristhöhe besitzt. Hierdurch soll verhindert werden, dass ein Pferd über den Zaun springt und verschwindet. Zusätzlich spielt der Trainingszustand des Pferdes bei der Zaunhöhe eine wichtige Rolle. Gut ausgebildete Tiere, die zum Beispiel im Rahmen von Dienstleistungen aus der Pferderbranche trainiert wurden, springen nämlich höher als Freizeitpferde. Abhängig davon, ob der Zaun um ein Privatgelände, einen Bauernhof, eine Reitschule oder eine Turnierweide gespannt wird, empfiehlt sich eine jeweils andere Höhe.

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