Wachstums- und Entwicklungsphasen von Kulturpflanzen, Bäumen und Sträuchern sowie Kräutern und Gräsern für über 1.000 Orte in Deutschland können jetzt auf https://www.proplanta.de/Phaenologie/ abgerufen werden. Die phänologischen Daten reichen bereits drei Jahre zurück und werden laufend aktualisiert. Die benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht durch die Filterfunktion eine schnelle Recherche. Im Einzelnen stehen für folgende Pflanzengruppen die charakteristisch und periodisch wiederkehrenden Phasen zur Verfügung:

Kulturpflanzen (mit 59 Phasen): Dauergrünland, Futterrübe, Hafer, Mais, Sommergerste, Sonnenblume, Wintergerste, Winterraps, Winterroggen, Winterweizen, Zuckerrübe

Obst (mit 30 Phasen): Apfel, Birne, Pflaume, Johannisbeere, Kirsche, Sauerkirsche, Stachelbeere, Weinrebe

Bäume + Sträucher (mit 59 Phasen): Eberesche, Esche, Europäische Lärche, Fichte, Flieder, Hasel, Hundsrose, Hänge-Birke, Kiefer, Kornelkirsche, Robinie, Rosskastanie, Rotbuche, Salweide, Schlehe, Schwarzerle, Schwarzer Holunder, Sommerlinde, Spitzahorn, Stieleiche, Tanne, Winterlinde, Zweigriffliger Weißdorn

Kräuter + Gräser (mit 59 Phasen): Beifuß, Buschwindröschen, Heidekraut, Herbstzeitlose, Huflattich, Löwenzahn, Schneeglöckchen, Wiesenfuchsschwanz, Wiesenknäuelgras

Das Wort Phänologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt die Lehre von den Erscheinungen. Als Begründer der Phänologie gilt der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné (1707-1778). In Deutschland gelten Hermann Hoffmann und Egon Ihne als die Väter der Phänologie. Sie veröffentlichten zwischen 1883 und 1941 nach einheitlichen Richtlinien erhobene phänologische Daten von zahlreichen europäischen und einigen außereuropäischen Stationen. Verantwortlich für das heutige phänologische Beobachtungsprogramm durch 80 amtliche Wetterwarten und 1.360 ehrenamtliche Beobachter ist der Deutsche Wetterdienst.

Die Datenerhebungen erfolgen nach standardisierten Methoden, um eine hohe Vergleichbarkeit zu garantieren. Mit den Pflanzenbeobachtungen lassen sich nicht nur Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Pflanzenwelt belegen, sondern sie sind auch ein wichtiges Planungs- und Beratungsinstrument für die Landwirtschaft.

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