Über 70% der Messstellen des sächsischen Beschaffenheitsmessnetzes Grundwasser weisen erhebliche Mängel auf!

    Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Gutachtens der HYDOR Consult GmbH wird ein begründeter Verdacht von den LsV Sachsen Mitglieder nunmehr traurige Gewissheit.

    So wie auch seit einiger Zeit die Mitglieder der Messpunkt Checker in ganz Deutschland Messstellen prüfen, gibt es auch in Sachsen mit den Messstellen Ungereimtheiten.

    Über 70% der Messstellen des sächsischen Beschaffenheitsmessnetzes Grundwasser weisen erhebliche Mängel auf. Dieser Gedanke drängte sich uns ja bereits zu Jahresbeginn nach dem Aufsuchen diverser Messstellen auf.

    Die Landwirte von LsV Sachsen e.V. bezweifeln, dass mit dem derzeitigen Nitratmessnetz in Sachsen dem Grundsatz der Verursachergerechtigkeit überhaupt Rechnung getragen werden kann.

    Zudem sind auch Nitrateinträge ins Grundwasser aus nichtlandwirtschaftlichen Punktquellen (Kläranlagen/Industrieabwässer) derzeit nicht ausgeschlossen. Wir fordern dies eingehend zu prüfen. Diese Datengrundlage reicht unseres Erachtens nach keinesfalls zur rechtskonformen Ausweisung roter Gebiete aus. Diese Gebiete werden mit so harten Restriktionen für die
    Landwirtschaft beauflagt, dass eine internationale Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Betriebe nicht mehr gegeben ist. Der Schutz des Grundwassers hat hohe Priorität, jedoch müssen Konsequenzen dem Verursacherprinzip zu Grunde liegen.

    Der Verein lehnt daher auch sämtliche eventuellen Ausgleichzahlungen aus Steuermitteln ab.

    Unser Rechtsverständnis folgt dem Grundsatz:
    Ohne repräsentative Messergebnisse – Kein Rotes Gebiet!

    Pressemitteilung des LsV Sachsen e.V. zur Veröffentlichung des Gutachtens der HYDOR
    Consult GmbH am 05.11.2020