In der vergangenen Woche sind 13 Rinder der Alpe Alp unterhalb des Immenstädter Horns abgestürzt.

Zwei der Jungrinder haben den etwa 300 Meter tiefen Absturz nicht überlebt, ein Drittes muss noch behandelt werden. Die anderen kamen mit Verletzungen und dem Schrecken davon und konnten geborgen werden.

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. 

Hirtenfamilie erfährt nur durch mitgehörtes Gespräch vom Absturz

Zur Empörung der Hirtenfamilie Hengge, die die Alpe Alp bewirtschaftet, haben die Verursacher die Hirten nicht über den Absturz der Rinder informiert. Nur durch ein zufällig mitgehörtes Gespräch und die Nachfrage durch einen anderen Älpler wurde der Vorfall bekannt, teilt die Stadt weiter mit. Die sofort anberaumte Suche nach den Tieren dauerte den ganzen Tag an. Neben dem Verlust der Tiere ist der wirtschaftliche Schaden nicht versichert.

 #scaringcowchallenge #KulikitakaChallenge – Ein Statement von Biobauer Georg Doppler dazu

Gibt es überhaupt noch Grenzen, darf denn jeder alles tun, ohne Konsequenzen?

Einfach weil es gerade cool ist und viele Likes bringt?

Diese #scaringcowchallenge #KulikitakaChallenge auf #tiktok ist nur ein neuerlicher Auswuchs unserer Gesellschaft.


Aber wehe es passiert mal was, dann wird gleich nach der Mami gerufen. Dann wird gleich der Anwalt eingeschaltet und man sucht nach dem Schuldigen, weil „irgendwer muss ja verantwortlich“ sein.

Der Gesetzgeber beugt sich leider auch zunehmend diesem Trend, Bürokratiewahnsinn und Überregulierung sind die Folge.

Eigenverantwortung und Mitdenken, sind heutzutage leider zur Rarität geworden.

Die Schutzhütte auf dem Immenstädter Horngipfel wird regelmäßig von nächtlichen Besuchern genutzt, die dort campieren oder Feste feiern. In letzter Zeit haben sich diese Besuche stark gehäuft, es werden Feuer gemacht und Abfall hinterlassen. Das Campieren im freien Gelände hat auch sonst im Steigbachtal stark zugenommen. Erlaubt ist es nur, wenn ein Abstieg nicht möglich ist oder Ziel noch nicht erreicht ist. In dem jetzt praktizieren Ausmaß sind damit massive Störungen von Wildtieren verbunden. 

An Wanderer und Trailrunner ergeht deshalb – auch von Seiten des städtischen Forstreferates – der dringende Appell:

  • auf nächtliche Aktivitäten außerhalb fester Forst- und Alpwege zu verzichten, 
  • keine stark strahlenden Leuchten zu verwenden und 
  • das Feuermachen und ähnliche Aktivitäten zu unterlassen. 

Rinder, die auf der Weide nachts ruhen, werden durch plötzlich auftauchende Menschen stark erschreckt und reagieren panisch.

Wildtiere haben sich an Tagesaktivitäten angepasst und verlagern deshalb die Nutzung ihrer Lebensräume in die Abend- und Nachtzeiten, um Störungen aus dem Weg zu gehen. 

Quelle – Stadt-Immenstadt.de

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