Schon ab Januar 2019 wird Steyr in den ersten europäischen Märkten dafür sorgen, dass RTK+ noch zuverlässiger und mit einer besseren räumlichen Abdeckung verfügbar sein wird: Zu den bisher genutzten GPS und GLONASS Signalen werden zusätzlich auch die Signale der aktuell 26 europäischen Galileo Satelliten einbezogen. Für Landwirte und Lohnunternehmer, die bereits mit der hohen Präzision von S-GUIDE arbeiten, bedeutet die weitere Verstärkung von RTK+ signifikante Verbesserungen: Die größere Genauigkeit bei Position und Timing etwa bei der Applikation von Pflanzenschutz- und Düngemitteln ermöglicht klare ökonomische und ökologische Vorteile.

Für Maxime Rocaboy, zuständig für das STEYR S-TECH Produktmarketing EMEA, liegen die Vorteile des nochmals ‚verstärkten‘ RTK+ auf der Hand: „Die Nutzung dieser nunmehr fast komplett flächendeckend verfügbaren und maximal genauen Satellitennavigation eröffnet für Landwirte und Lohnunternehmer neue Möglichkeiten. Sie verfügen damit über eine detailliertere Kenntnis ihrer Flächen und Ackerkulturen als jemals zuvor und können alle Vorteile des STEYR S-GUIDE noch besser nutzen.

Maximaler Nutzen für die Praxis
Im Zusammenspiel mit der bisherigen Signalbasis von RTK+ ist neben dem genauen Monitoring und der Dokumentation von Betriebsmittelapplikationen unter anderem auch eine Erfassung und Dokumentation von teilflächenspezifischen Erträgen und Leistungen selbst auf Parzellen möglich, die bislang teilweise oder ganz im Signalschatten lagen. Ebenso wird die Ausfallsicherheit des Gesamtsystems durch die zusätzlichen Galileo Signale deutlich verbessert.

Die Nutzung der zusätzlichen Signale erfordert einen neuen Empfänger, da die bisherige Technik die neuen Frequenzbereiche nicht mit abdeckt. Sowohl die Empfänger als auch Informationen zur Verfügbarkeit des neuen RTK+ in den einzelnen Märkten erhalten interessierte Kunden bei ihrem Steyr Händler.

Unter ziviler Kontrolle
Anders als GPS und GLONASS wurde das Galileo Programm von der Europäischen Union initiiert und ist komplett unter ziviler Verwaltung und Kontrolle. Die Integration der Galileo Signale zielt damit zwar auf eine europäische Unabhängigkeit von anderen Signalquellen, ist aber gleichzeitig auch konsequent auf die maximale Kompatibilität mit bestehenden und geplanten Globalen Systemen für die satellitengestützte Navigation (GNSS) wie GPS und GLONASS etc. ausgelegt. Die Einbindung einer größeren Zahl von Satelliten bringt insbesondere überall dort große Vorteile mit sich, wo die flächendeckende Verfügbarkeit der bisherigen Signale entweder durch die Topografie, die Bebauung, durch Wald oder durch große Einzelbäume eingeschränkt war.

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