STELLUNGNAHME – Vorwürfe des Nachrichtenmagazins Der Spiegel gegen Dirk Andresen 23.08.2020

    Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat schwere Vorwürfe wegen möglicher Verstöße gegen das Tierwohl gegen Dirk Andresen, den Bundessprecher von Land schafft Verbindung Deutschland e.V. i.G., erhoben. Im Juni dieses Jahres wurde mehrfach in einen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern eingebrochen, an dem er beteiligt ist und es wurden dort unter anderem Fotos und Videos von toten und verletzten Sauen gemacht.

    Land schafft Verbindung Deutschland kritisiert die einseitige und unreflektierte Berichterstattung sowie die illegalen Methoden der Bildmaterialbeschaffung des Spiegel in aller Deutlichkeit und steht weiterhin zu seinem Bundessprecher Dirk Andresen. Wie alle Betriebe in Deutschland werden auch die von Herrn Andresen regelmäßig zertifiziert und behördlich überwacht, bei den publizierten Bildern handelt es sich also um eine Momentaufnahme, die nichts über die Hintergründe und mögliche Ursachen aussagt. Nichtsdestotrotz hat Dirk Andresen umgehend das zuständige Veterinäramt informiert, damit eventuelle Rechtsverstöße aufgeklärt und mögliche Ursachen abgestellt werden können.

    Selbstverständlich billigen auch wir als Land schafft Verbindung Deutschland e.V. die Fotos und die Bilder der Videos nicht und Umstände, die zu solchen Situationen führen können, gilt es nachhaltig zu vermeiden. Schlussendlich aber gehört der Tod von Tieren zur Natur und kommt in jeder Form der Tierhaltung vor, nicht nur bei domestizierten Tieren und in der Nutztierhaltung.

    Solche Bilder zum Anlass zu nehmen, eine einzelne Person zu diskreditieren, hat mit seriösem Journalismus aus unserer Sicht nur noch wenig zu tun. Uns stellt sich stattdessen die Frage, warum diese Bilder mehr als 2 Monate unter Verschluss gehalten und kurz nach Bekanntwerden des ersten Termins der Zukunftskommission Landwirtschaft, zu der Dirk Andresen als Vertreter von Land schafft Verbindung Deutschland berufen wurde, veröffentlicht wurden. Es entsteht der Verdacht, dass hier aus politischen Gründen gezielt ein Vertreter der Rechte von Bauern zum Schweigen gebracht werden soll.

    Wir fordern den Spiegel und die Medien im Allgemeinen daher auf, an Stelle sensationslüsterner Bilder und boulevardesker Berichterstattung mehr Raum für eine seriöse und lösungsorientierte gesellschaftliche Debatte zu schaffen. Wir Landwirte sind bereit, den Medien legalen Zugang zu unseren Höfen zu gewähren, unsere Arbeit zu erklären und damit auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Land schafft Verbindung Deutschland wird sich jederzeit an einer sachlichen Diskussion beteiligen und Lösungen erarbeiten, die Natur- und Umweltschutz, Tierwohl und die Interessen der Verbraucher und Landwirte berücksichtigen. Tierhaltungsformen, die solche wie vom Spiegel publizierten Bilder nicht zulassen, sind erstrebenswert und müssen im Konsens mit der Gesellschaft erarbeitet und umgesetzt werden. Generell fordern wir einheitliche EU-Standards für landwirtschaftliche Erzeugnisse um einen fairen und nachhaltigen Wettbewerb zur Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln zu ermöglichen.

    gezeichnet für den Beirat
    Frank Böcker – Christoph Plass – Claus Hochrein – Johannes Wagenbach

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