Statement Bundesministerin Klöckner zum Brexit-Handelsabkommen mit Großbritannien

    Die Pressemeldung des BMEL im Wortlaut:

    Nach der gestrigen Einigung zum Brexit-Handelsabkommen mit Großbritannien erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner:

    „Gut, dass es nach langen und schwierigen Verhandlungen eine Einigung und damit Klarheit gibt – für unsere Agrar- und Ernährungswirtschaft und vor allem auch die Fischer. Diese Einigung ist ein wichtiges Signal für die Aufrechterhaltung der beiderseitigen Handelsbeziehungen.

    Im Jahr 2019 gingen Agrarexporte im Wert von rund 4,7 Milliarden Euro in das Vereinigte Königreich. Im Gegenzug wurden Agrarerzeugnisse im Wert von rund 1,6 Milliarden Euro importiert. Die Vereinbarung stellt sicher, dass das weiter zollfrei möglich ist.

    Für die Fischerei bedeutet das Ergebnis schmerzhafte Einschnitte – zukünftig muss auf einen Teil der Fänge in der Nordsee verzichtet werden. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser deutlich geringer ausfällt. Umso wichtiger, dass die Einigung eine Übergangszeit von 5 1/2 Jahren vorsieht mit definierten Quotenregelungen und garantiertem Zugang zu Fanggründen: So gibt es zumindest eine gewisse Planungssicherheit. Klar ist aber auch: Die Fischer müssen wir unterstützen, ihnen in dieser schwierigen Lage unter die Arme greifen. Mit Blick auf 2026 wird es wichtig sein, eine langfristige Lösung zu finden.

    In den Mitgliedstaaten werden wir den Entwurf jetzt noch genau prüfen.“

    Hintergrund:

    • Im Jahr 2019 gingen 6,3 Prozent aller deutschen Agrarexporte im Wert von rund 4,7 Milliarden Euro in das Vereinigte Königreich und 1,8 Prozent aller deutschen Agrareinfuhren im Wert von rund 1,6 Milliarden Euro stammten aus dem Vereinigten Königreich.
    • In der Fischerei werden fast sämtliche unserer Heringsfänge und über die Hälfte der Makrelenfänge in der Nordsee in britischen Gewässern gefangen.

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