Schuldbekenntnis eines Landwirts

    Gastbeitrag von Jürgen:

    Mein ganzes Leben lang war ich davon überzeugt, dass ich mit Ackerbau und Viehzucht und mit der damit verbundenen Erzeugung hochwertiger Lebensmittel einen sinnvollen und wichtigen Beitrag für unser Land leiste. Mir war Bauer sein eigentlich schon in die Wiege gelegt. Mein Großvater war noch Knecht beim größten Bauern im Dorf. Der größte Traum war logischerweise einmal ein eigenständiger Bauer mit eigener Scholle zu sein. Und diesen Traum hat er sich hart erarbeitet. Als Arbeiter im Steinbruch konnte er von einen kinderlosen Ehepaar auf Leibrentenbasis ein Kleinstanwesen mit 2 Kühen, 3 Schweinen und 1,5 ha Grund und Boden erwerben. Mein Vater führte dies als Untertagekumpel im Bergbau fort. Immer mit der Sehnsucht, einmal den Hof so zu vergrößern und auszubauen um als Vollerwerbsbauer davon leben zu können.

    Die Zeichen standen gut. Nach dem Hunger und Entbehrungen des Krieges wollte die Bevölkerung nur eines – keinen Krieg und auch keinen Hunger mehr. Mein Vater spezialisierte sich auf die Haltung von Mutterschweinen und zählte somit zu den ältesten Ferkelerzeugerbetrieben in Bayern. Mir wurde also schon von Kindesbeinen an beigebracht, dass die Versorgung und das Wohlergehen der Schweine an oberster Stellung standen. Auch das Feiern von Geburtstagen oder Weihnachten musste sich nach den Aufgaben im Stall orientieren. Die Verantwortung für die Tiere bestand 365 Tage im Jahr, auch an Sonn- und Feiertagen. Urlaub war schwerlich möglich. All diese Dinge waren aber im Familienverbund nicht tragisch, denn wir hatten das Gefühl eine wichtige, sinnvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit zu haben.

    Den Lippenbekenntnissen der Verbraucherumfragen vertrauend und folgend, haben wir sogar 7 Jahre lang ökologisch gewirtschaftet. Aus Sorge um unsere Schweine, also aus Tierschutzgründen haben wir aber wieder auf konventionelle Schweinehaltung umgestellt. Durch die systembedingten Probleme in der Ökoschweinehaltung (unhygienische Haltungsform auf Stroh, Mangelerscheinung durch unausgewogenes Futter, Leberschäden durch Verwurmung der Tiere und qualitätsbeeinträchtigtes, zugekauftes Ökogetreide) hatten wir fast den dreifachen Antibiotikaeinsatz gegenüber der vorherigen konventionellen Haltung.

    Auch die Vorstellung, man könnte als Biobauer dem permanenten Wachstumsdruck entgehen, entpuppte sich als Trugschluss. Der durchschnittliche Biobauer in Deutschland bewirtschaftet mehr Fläche als sein konventioneller Kollege. Das „Wachsen oder Weichen“ schreitet im Ökobereich noch schneller voran. Und auch die Lippenbekenntnisse der Verbraucher, sie würden sich mehr Bio wünschen entpuppte sich als nicht verlässlich. Nach Skandalen stieg die Nachfrage sprunghaft an, aber fiel auch relativ schnell wieder ab. Wir mussten dann also unsere Bioferkel mangels Nachfrage konventionell vermarkten. Hohe Tierverluste, Kosten und Arbeitsaufwand durch Öko, dann aber zu konventionellen Preisen vermarkten – so kann und will man nicht wirtschaften. Das wollte ich nicht meiner Familie, aber vor allem auch nicht unseren Schweinen antun. Diese Erfahrung war aber wichtig, denn nur so konnten wir voller Überzeugung und geläutert zur konventionellen Schweinhaltung zurückkehren.

    Ich habe drei Söhne, die zwei Älteren waren schon von Kindesbeinen an dabei und schon immer davon überzeugt das der Beruf „Landwirt“ der wichtigste und schönste überhaupt sei. Sie beschritten nach der Schule beide die landwirtschaftliche Ausbildung bis hin zum Meister. Voller Begeisterung übten sie den Beruf aus bis in den letzten Jahren die NGO’s ein verzehrtes Bild ihrer Tätigkeit wiedergaben. Mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern wurde aber eine neue Dimension erreicht. In der Folge kamen dann die unsachlichen Nitratdiskussionen und Vorwürfe aus der Ecke von angeblichen „Tierschützern“ hinzu. Plötzlich hatten in Deutschland anscheinend 98 % der Bevölkerung mehr Ahnung von Ackerbau und Viehzucht als die dazu ausgebildeten Landwirte selbst.

    Vor wenigen Wochen nun hat uns ein Sohn unter Tränen mitgeteilt, dass er dieses Bauernbashing nicht mehr aushält. Er möchte sich nicht sein ganzes Leben als Insektenvernichter, Brunnenvergifter oder Tierquäler beschimpfen lassen und ist gegangen. Und auch mein ältester Sohn zweifelt inzwischen. Unter sehr viel Mühe und Eigenleistung hat er drei Jahre lang im laufenden Betrieb den Stall Schritt für Schritt auf mehr Tierwohl umgebaut. Da die Politik jahrelang keine genauen Vorgaben für Tierwohl definierte, versuchte er, unter Berücksichtigung der Statik, im Altgebäude das Bestmögliche zu realisieren. Er baute Freilaufbuchten, um nach der Geburt baldmöglichst den Ferkelschutzkorb zu öffnen und den Sauen mit den Ferkel mehr Bewegung zu gönnen. Aufgrund der Statik im Altgebäude ergaben sich 6 qm. Nach dem Bundesratsbeschluss zur Tierschutznutztierhaltung wurden in der Verordnung aber nun 6,5 qm gesetzlich festgelegt. Die Vorgaben im Deckbereich sind noch dramatischer, liegen sogar über den EU-Ökorichtlinien und bringen sogar die Biobauern in Schwierigkeiten. Damit waren die Bemühungen meines Sohnes vergebens, und werden wohl zum Betriebsaufgabe führen. Vor allem, da ja teilweise nur 5 Jahre Übergangsfrist gestattet sind.

    Fazit: Der „natürliche“ Strukturwandel, der bisher hauptsächlich Betriebsleiter betraf die aus Altersgründen oder mangels Hofnachfolger aufgaben, erreicht nun eine völlig neue Dimension. Junge Betriebsleiter die motiviert und begeistert den Beruf ausüben wollten, verlassen das sinkende Schiff Landwirtschaft in Deutschland.

    Dem Volk laufen die Bauern davon.

    Immer wieder wird den Landwirten mangelnde Veränderungsbereitschaft vorgeworfen. Man sieht, die jungen Landwirte verändern sich sehr wohl – aber eben nicht in der Landwirtschaft. Sie verändern sich beruflich und wandern ab. Und dies machen sie nicht aus Trotz oder Unkenntnis, sondern weil sie die Zusammenhänge und Hintergründe in Ackerbau und Viehzucht gelernt und gelebt haben und wohl besser einschätzen können als die selbsternannten Agrarexperten.

    Und nun, was mache ich nun? Eigentlich hatte ich frühzeitig den Weg für die Nachfolger frei gemacht. Es gibt nichts Schlimmeres für junge Betriebsleiter auf den Höfen, als wenn der Senior nicht loslassen kann und ständig ungefragte Ratschläge gibt. Deshalb habe ich schon vor 8 Jahren begonnen mir ein neues Aufgabengebiet vorzubereiten. Ich studierte Theologie im Fernkurs und machte nebenbei eine praktische Ausbildung. Am 29. September 2018 wurde ich zum ständigen Diakon mit Zivilberuf geweiht. Ich machte Kranken- und Gefangenenpastoral. Eine Vollzeitstelle in der JVA Regensburg für Gefangenenpastoral standen in Aussicht. Mit dem Verlassen des ersten Sohnes war dies nicht mehr möglich. Es stehen ja noch finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Bank durch Stallbau im Raum. Also kehrte ich wieder Vollzeit in den landwirtschaftlichen Betrieb zurück.

    Eine Ökologisierung oder Extensivierung des Betriebes kann ich als Diakon und Christ ethisch nicht verantworten. Es gibt nur sehr wenig Gunst-Gebiete auf dieser Welt die solche guten Voraussetzungen (Klima, Boden, Niederschläge, Know-How, Infrastruktur usw.) haben. Vor Jahren hat schon die UN (genauer: die dazugehörige FAO – Welternährungsorganisation) in Hinblick auf die rasant ansteigende Weltbevölkerung die Gunstgebiete dazu aufgerufen, die Tierhaltung zu intensivieren. Aus Ideologie heraus startet aber die EU jetzt eher eine Drosselung. Da wir in der EU immer noch über ausreichendes Einkommen verfügen, werden wir auch bei starker Reduzierung der Produktion nicht hungern müssen – wir kaufen einfach weltweit die Nahrungsmittel auf. Leidtragende werden die Menschen in anderen Erdteile sein. Dies kann ich moralisch und ethisch nicht vertreten.

    Zu guter Letzt möchte ich betonen, dass die derzeitige Entwicklung nichts Außergewöhnliches in der Menschheitsgeschichte ist. Es gab immer wieder Hochkulturen die ungewöhnlich erfolgreich waren, aber alle sind bisher an ihrer eigenen Dekadenz zugrunde gegangen. Wenn die Anstrengungen für die grundsätzlichen Tätigkeiten nicht mehr gesehen und geschätzt werden, wenn alles zur Selbstverständlichkeit geworden ist und man sich nur noch um Luxusprobleme kümmert, dann verliert man die Bodenhaftung und den Blick für das eigentlich Wichtige. Vielleicht hat unsere Kultur aber auch schon den Zenit überschritten.

    Mein Schuldbekenntnis:

    Ich bekenne mich schuldig,

    • dass ich so naiv war zu hoffen, als Landwirt mit der Nahrungsmittelproduktion als wichtig und systemrelevant zu gelten, und damit eine Ausnahme beim Verschwinden der Urproduktionen in diesem Dienstleistungsland zu sein..
    • dass ich glaubte, dass ein Land das Mindestlöhne für Arbeitnehmer einführt, auch gerechte Preise für Selbstständige und uns Landwirten anstrebt.
    • dass ich mit den Mitgliedsbeiträgen beim Bauernverband zwar die Posten der Verbandsvertreter sicherte, aber nicht sah, dass diese gar nicht für uns Bauern kämpften.
    • dass ich als CSU Mitglied eine Partei unterstütze, die zwar vordergründig den Bauern Unterstützung versprach, aber in Wirklichkeit das Wirtschaften für uns Bauern immer mehr erschwerte.
    • dass ich es wagte bei meinen Verpächtern um eine Pachtpreisminderung anzufragen, wenn nach einer katastrophalen Trockenheit oder ruinösen Preise kaum einen Verdienst gab. In der trügerischen Hoffnung, sie könnten dies als ehemalige Landwirte verstehen.
    • dass ich dachte ein Bauernhof in einem ländlichen Dorf, der seit Generationen besteht, sei ein natürlicher Bestandteil und nicht ein Störfaktor.
    • den Verbraucherumfragen nach hochwertigen Nahrungsmitteln Glauben geschenkt zu haben, und mit 7 Jahre Ökolandwirtschaft die Existenz meines Betriebes gefährdete.
    • so eingebildet gewesen zu sein um zu glauben, eine landwirtschaftliche Ausbildung, Studium und Meistertitel würden ausreichen etwas von Ackerbau und Viehzucht zu verstehen. Wenn mir doch jeden Tag die Medien mitteilen, mit wie viel Unkenntnis und Verantwortungslosigkeit ich mit Boden und Tieren umgehe.
    • dass ich meinen Söhnen nicht eindringlicher verboten habe den Beruf Landwirt zu erlernen.

    Ich bitte um Verzeihung bei:

    • meinem Schöpfer, dass ich meine Talente und einen Großteil meines Lebens mit einem Beruf vergeudete, der von der Gesellschaft nicht mehr geschätzt und gebraucht wird.
    • meinen Vorfahren, die ihre ganze Kraft dafür einsetzten um den Bauernhof aufzubauen und zu erhalten, und der nun wohl in der letzten Generation besteht.
    • meiner Familie, die auf freie Wochenenden und Urlaub verzichten mussten. Die täglich zur Mitarbeit gefordert wurde, in einer Zeit, in der andere ins Schwimmbad, zum Fußball usw. fuhren.
    • meinem Körper, dem ich permanente Ruhelosigkeit abverlangte um 365 Tage im Jahr für meine Tiere da zu sein.

    Zuerst erschienen bei bauerwilli.com.

    12 Kommentare

    1. Was Sie schreiben, ist nachvollziehbar. Sie fühlen sich persönlich betrogen von der Gesellschaft um die Wertschätzung für die vielen Opfer, die Sie und Ihre Familie gebracht haben. Übrigens ungefragt, aus eigenem Willen heraus.

      Leider ändert das alles nichts an der Tatsache, dass Sie Teil eines Systems sind und wären, das – in der heutigen Zeit – hier völlig unnötig jedes Jahr Milliarden von empfindungsfähigen, sensiblen und vergleichsweise intelligenten Geschöpfen mit einem ausgeprägten Drang zu Bewegung und Erkundung einkerkern und zu einer unwürdigen Existenz verdammen. Und damit Leid verursachen. Das erwähnen Sie in Ihrer Funktion als Theologe bemerkenswerterweise nicht.

      Wir brauchen keine Massen von billigem Fleisch. Den ganz wenigen eher zweitrangigen „Argumenten“ (Genuss, Aspekte der Kultur, Lebensqualität) stehen ungleich mehr gewichtigere Argumente entgegen: Tierwohl, Würde, Moral, Gesundheit, Ökologie. Bedenken Sie bitte, dass die allermeisten Kulturpflanzen angebaut werden, um diese Tiere zu ernähren bzw. zu mästen. Das ist der Grund für Hunger in der Welt, nicht ein Zu Wenig an der Nutzung von Gunstgebieten für noch intensivere Produktion. Das ist nebenbei auch der Grund für den dramatischen Rückgang von Naturflächen, lebenswichtigen Regenwäldern, Biodiversität mit seinen vielen wichtigen Funktionen und der Bodenüberbelastung… Weltweit. Und wenn ich wichtig sagt, dann meine ich damit tatin erster Linie wichtig für – ja – uns Menschen.

      Wir verheddern uns zu sehr im Klein-Klein, weil wir die globalen Zusammenhänge nicht sehen wollen oder können. Und genau deshalb sind Ihre geschilderten Probleme – bei aller Nachvollziehbarkeit – dennoch „nur“ Erste-Welt-Probleme. Und damit bestenfalls drittrangig. Tut mir leid.

    2. Das was sie schildern lieber Kommentator, ist die Sicht eines Veganers der der Ansicht ist, dass der Verzicht auf jegliches Fleisch und aller dazugehörigen Produkte die Welt rettet und das Leben aller Menschen verbessert. Sie spielen das Bild eines typischen Weltretters, der meint dass kein Fleisch und keine Tiere die Lösung für all unsere Probleme sind weil sie selber von sich mehr überzeugt sind als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Das einzige worauf sie hinaus wollen ist die Einsicht, dass Tierhaltung Leid verursacht, der Umwelt schadet und uns den Platz für mehr Getreide und vegane Lebensmittel nimmt. Zur Unterstützung dieses Argumentes nehmen sie das Christliche Weltbild her, was ihre Auffassung von Leid unterstützt. Dazu brauche ich aber kein Christ sein sondern benötige nur einen gesunden Menschenverstand. Abgesehen davon, dass ich Christ bin. Aufgrund ihrer selbstüberzeugung vergessen sie allerdings, dass der Großteil der Menschheit Tierische Produkte essen will und das auch tut. Jedoch die Bereitschaft, einen Fairen Preis dafür zu zahlen nicht vorhanden ist. Sie sind vielleicht ein gebildeter Biologe oder Umweltaktivist, der weiß was die absolute Lösung wäre, aber nicht versteht, dass diese Lösung von 0 Prozent Fleischkonsum und Tierischen Produkten nicht annähernd der Realität entspricht und auch nicht umsetzbar ist. Dabei möchte ich die Diskussion ob vegane Ernährung wirklich besser für die Umwelt und den Menschen ist gar nicht erst anfangen, da sie wieder ihre eigene Lebensweise und nicht die des normalen Verbrauchers schildern würden. Ich kann den Artikel des Bauers zu 100 Prozent verstehen, nicht weil ich selber Landwirt bin, sondern weil es die Wahrheit der aktuellen Situation zwischen den Berufstätigen Landwirten und der Politik und Gesellschaft beschreibt. Alles was die dazu geben ist die tolle superlösung, dass Tiere nicht gehalten werden dürften und alle Menschen veganer sein müssten. Sie stellen sich über den Bauern weil sie meinen ein Besser Mensch zu sein weil sie kein Fleisch essen. Dabei denken sie aber nur an sich und nicht an den Rest der Bevölkerung. Sie bringen keinen konkreten Vorschlag zur Lösung dieses komplizierten Problemgebietes an, weil sie auch keinen hätten. Dies sieht man auch daran, dass sie den Anbau von Getreidearten zur Tierfütterung als kritisch betrachten und nicht weiter ausführen wie man Tierhaltung, für die Gesamte Gesellschaft, Umweltfreundlicher und ökonomischer Gestalten könnte. Sie haben das Traumbild einer Welt ohne fleisch, die es aber nie geben wird. Stattdessen sprechen sie von regenwald, den wir beschützen müssen, vergessen aber dass die meisten veganer viel soja zu sich nehmen, was nicht von Feldern unserer Landwirtschaft, sondern von Feldern aus Südamerika, wo regenwald abgeholzt wird um soja anzubauen, stammt. Ich möchte nicht dass sie mein Kommentar als Angriff auf sich sehen, sondern viel mehr darauf, dass man lieber nix sagt als den Weltretter spielen zu wollen und mit den typischen Argumenten eines Veganers, der nicht mal 2 Prozent der erdbevölkerung ausmacht, zu argumentieren. Dass was sie machen ist keine Beihilfe zur Lösung von Problemen sondern vielmehr ein Beihilfe zur Behinderung von der Lösung von Problemen, im jetzigen Fall in diesem Artikel.

    3. Es ist der beste Bericht den ich bisher gelesen habe und beschreibt realistisch die Situation in der Landwirtschaft.
      Ähnliche Biographien gibt es viele in Deutschland.
      Und als Antwort bekommt man dann von den selbsternannten Landwirtschaftsexperten:
      Ihr habt euch den Beruf selbst ausgesucht. So ein Pech❗
      Als nächstes kommt dann, Schweine, Rinder, Schafe usw sind hochintelligente Lebewesen
      -gleichzustellen mit dem Menschen –
      diese Tiere, entschuldigung hochintelligente Lebewesen, tötet man nicht. Das ist Mord❗
      Zusätzlich fressen diese Tiere auch noch den Menschen das Futter weg.
      Wenn ich das richtig verstanden habe, soll in Zukunft Fleisch essen verboten werden ❗
      Alle sollen sich vegan ernähren ❗
      Die Haltung von hochintelligenten Lebewesen soll in Zukunft verboten werden❗
      Man kann die doch nicht wie im Gefängnis einsperren ❗
      Das ist ja wie früher bei den Nazis im K Z❗
      Die ganze Deutsche Landwirtschaft ist abartig, weil Umweltverschmutzer, Grundwasserverschmutzer usw.
      Die Nahrungsmittel kommen ja von Aldi, Lidl, Netto usw. Wozu brauchen wir noch eine Landwirtschaft.
      Echt, so denken die über uns. Und die Hetze hört
      solange nicht mehr auf,bis der letzte Lanwirtwirt
      die Schnauze voll hat und die Flinte ins Korn wirft.
      Siehe obiger Bericht.

    4. „Zu guter Letzt möchte ich betonen, dass die derzeitige Entwicklung nichts Außergewöhnliches in der Menschheitsgeschichte ist. Es gab immer wieder Hochkulturen die ungewöhnlich erfolgreich waren, aber alle sind bisher an ihrer eigenen Dekadenz zugrunde gegangen. Wenn die Anstrengungen für die grundsätzlichen Tätigkeiten nicht mehr gesehen und geschätzt werden, wenn alles zur Selbstverständlichkeit geworden ist und man sich nur noch um Luxusprobleme kümmert, dann verliert man die Bodenhaftung und den Blick für das eigentlich Wichtige. Vielleicht hat unsere Kultur aber auch schon den Zenit überschritten.“

      Genau meine Meinung
      Und auch unsere Gesellschaft wird es so das Genick brechen.
      Und die ersten die zu uns aufs Land gerochen kommen um nach etwas essbaren zu betteln sind die die jetzt denken die Landwirtschaft macht alles verkehrt.

      Und eins muss man immer bedenken die Artenvielfalt die wir haben kommt durch die Landwirtschaft und nicht durch selbsternannte Naturschützer.

    5. Was diese NGOs anrichten ist auf Jahrzehnte nicht mehr gut zu machen.und das nicht nur was die Landwirtschaft betrifft sondern auch in vielen anderen Bereichen. Und das wird dann auch noch von vielen journalistischen grünwählern in der Welt verbreitet. Schade das es soweit kommen musste.

    6. Leider enthält der Artikel neben richtigen Argumenten auch welche, die eher nicht nachvollziehbar sind. z.B. Nitrat.. Es gibt halt dummerweise Regionen, in denen aufgrund der Geologie und/oder wenig Niederschlag Düngung angepasst sein muss (am blödesten halt wenn wie in fränkischer Platte mit Verkarstung oder Bundsandstein mit Verklüftung in Unterfranken beides zusammentrifft) Leider wurde allzulange z.T. überdüngt .
      Und es soll durchaus auch kleinere Biobetriebe geben, die „leben“ können oder konventionell wirtschaftende, die durch ihre Wirtschaftsweise relativ ökologisch arbeiten.
      Dazu gehört bei Verbrauchern aber auch die Einsicht, dass es auch Böden gibt, die sich nur für Tierhaltung eignen. Also (Dauer-)Grünland halt für Rindvieh; Schafe, Ziegen. Und gleichzeitig werden Landwirte durch dumme Regeln gezwungen, Grünland dass offiziell Ackerland ist alle 5 Jahre umzubrechen, da es sonst Dauergrünland wird Weniger Landwert und (obwohl ökologisch hochwertiger) weniger Förderung.

    7. Hallo liebe Berufs Kollegen aus allen Bereichen der Landwirtschaft. Hört auf mit dem Schwachsinn „Wachse oder Weiche“!
      Wartet nicht auf die Hilfe unserer sogenannten Verbände oder gar das Verständnis der Möchtegern Agrarspezialisten, auch auf Hilfe der Marionetten Politiker könnt Ihr alle lange warten!
      Das was jeder von uns sofort wieder braucht wäre die Wertschätzung mit fairen Preisen für unsere Arbeit und Produkte, dies müssen wir endlich wieder selbst bestimmen!
      Es kann nicht angehen das egal wer, euch den Preis hierfür diktiert!!!
      Lasst einmal den Futter Neid bei Seiten und haltet zusammen.
      Der einzige Weg das Problem zu lösen ist ein zugegeben radikaler,der Einzige!
      Haltet einmal Alle zusammen, und verkauft, eine Woche weder was zu Essen noch zu Trinken an diese liebenswerten Mitbürger, die wir alle auf unsere Kosten täglich durch füttern!!!
      Danach wird selbst der “ Schlauste Weltneuerfinder“ verstanden haben, dass es ohne uns Landwirte nicht geht!!!
      Denkt Mal drüber nach.

      • Bin zwar selbst kein Landwirt. Finde aber die „Fachaussagen“ von Veganern lächerlich, die entgegen jeglicher Fakten behaupten, dass Kraftfutter für Tierhaltung generell mit B12 angereichert sein muss, da nicht ausreichend „natürlicher“ Inhalt … Das Rindvieh, Schafe, Ziegen (auch Pferde; „böse“) B12 selbst in ausreichender Menge herstellen können, wird dann entweder geleugnet oder „übergangen“ indem wieder auf „Mikroorganismen“ abgestellt wird, die ja angeblich nur mit Futteraufnahme Weide aufgenommen werden können. Als wären z.B. im Pansen von Wiederkäuern keine Mikroorganismen… (daher auch Wildpret bestens für B12 Versorgung anstatt künstlich Tabletten.)
        Und bei Schweinen und Geflügel müsste endlich der Unsinn gekippt werden, dass keine tierischen Futtermittel gefüttert werden dürfen.
        Wenn ausreichend sterilisiert ja wohl kein Problem, Fischmehl und gemischte Speiseabfälle an Schweine zu verfüttern (damit Aufnahme B12 ausreichend).
        Aber nur weil in Großbritannien aus „Geldgier“ Kraftfutter für Rindvieh Tiermehl aus TKB zugesetzt wurde (BSE), musste natürlich Verfütterung von Fischmehl etc. an Schweine verboten werden.
        Als wenn Schweine „Veganer“ wären.

      • Guten Morgen,
        Landwirte sollen zusammenhalten.Ein schöner Traum.Jeder Landwirt ist der Konkurent des Anderen.
        Geht einer pleite ist das für die Anderen wie Weihnachten und Ostern an einem Tag.Es gibt endlich was zu lästern und siehste,das habe ich doch schon immer gesagt das der das nicht schafft.
        Faire Preise.Nicht in der Landwirtschaft wird Geld verdient,sondern an der Landwirtschaft.Das wird sich nie ändern.
        Lieber Thomas,das ist die Realität.
        Und dann kommen noch die Weltverbesserer ,die einen gelernten Landwirt erklären wollen,dass das was er bisher gemacht hat,sowieso alles falsch ist.
        Tiere sind auf einmal hochintelligente Lebewesen.Die darf man nicht einsperren wie in einem Gefängnis.
        Das ist ein Verbrechen.Diese Tiere,Entschuldigung hochintelligente Lebewesen, töten ist Mord.
        Thomas,so wie du denkst,habe ich früher auch mal gedacht und bitter enttäuscht worden.
        Ich bin einen anderen Weg gegangen und habe ,im Gegenteil zu vielen Anderen,überlebt.

    8. Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bin selbst Landwirt und gerade dabei meinen Betrieb aufzugeben. Bis Februar werden die letzten Tiere aus dem Stall sein. Zuerst dachte ich dass es schwer fallen wird, den Stall zu leeren, aber ganz im Gegenteil, mit jedem verkauften Tier fühle ich mich freier. Ich kann es gar nicht mehr erwarten bis der Stall leer ist. Vorbei ist die Zeit, -wo ich keine Zeit habe um auf die Schulfeste meiner Kinder zu gehen, -wo ich nicht zum Doktor gehe wenn mir was fehlt, weil der mich eh nur krankschreiben will und mir aber dann keiner meine Arbeit macht die dann liegen bleibt, -wo ich auf keine Geburtstage von Bekannten und Verwandten gehen kann weil sich zu Hause die Arbeit türmt, usw. Ich habe die Schnauze voll davon, 365 Tage im Jahr in den Stall zu rennen, und Ende des Monats weniger auf dem Konto zu haben als einer der eine 40 Stunden Woche arbeitet. Mein größter Fehler in meinem Leben war der, das ich den Beruf Landwirt erlernt habe. Ich bin auch der Meinung, dass man es keinem seiner Kinder mehr zumuten kann, diesen Beruf zu erlernen.

    9. Guten Morgen,
      ich war bis vor 2 Jahren Großtierärztin hauptsächlich in Milchviehbetrieben und habe ein paar Anmerkungen:
      Warum die ehemaligen Hochkulturen zu Grunde gegangen sind weiß die Wissenschaft noch nicht genau, dies aber einfach einer nicht bewiesenen Dekadenz zuzuschreiben ist nicht legitim, eventuell war es auch eine Krankheit?
      Seit mehreren Jahrezehnten wirtschaften die Landwirte so wie sie es für richtig halten, die Verbraucher haben sich nicht eingemischt. Wozu hat das geführt? Nitratbelastung der Böden, die so hoch ist, dass Deutschland Strafe dafür bei der EU zahlen muss, 35% des Schweinefleisch wird ins Ausland exportiert (warum?), immer neue Tierseuchen, mutierte Viren aus Massentierhaltung, unfassbares Tierleid uvm
      Habt ihr Landwirte die letzten Jahre überhaupt Kontakt zu nicht Landwirten gehabt? Habt ihr nicht gemerkt, dass die Menschen in D immer mehr Haustiere halten? Warum habt ihr nichts in Richtung Tierwohl verändert? Ach, der Bauernverband konnte keine Tipps in Bezug auf Tierwohl in der konventionellen Tierhaltung geben? Komisch, wenn alles nur auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist?
      Ich habe beschlossen kein Fleisch mehr zu essen, weil es die einzige Möglichkeit ist, um kein Tierleid zu erzeugen.
      Aber wahrscheinlich regelt das jetzt die Natur selbst, Corona in den Nerzfarmen, ASP und Geflügelpest, vogelgrippe,… Aber die Landwirte wollen einfach nur in Ruhe so weitermachen wie bisher🤯

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