Die Nachtarbeit mit Landmaschinen bietet – z. B. bedingt durch niedrigere Temperaturen wie beim chemischen Pflanzenschutz – qualitative Vorteile gegenüber den tagsüber durchgeführten Verfahren. Andererseits birgt sie aber auch Risiken, denn trotz moderner und leistungsfähiger Arbeitsscheinwerfer wird das tagsüber vorhandene Sichtfeld nur teilweise ausgeleuchtet und somit Hindernisse oder Personen nicht oder erst (zu) spät erkannt.

Ähnlich wie bei Systemen aus dem Automobilbereich nutzt „RSM Night Vision-System“ zusätzlich zum sichtbaren Spektrum auch noch einen Teil des nahinfraroten Spektrums der Silizium-basierten und damit kostengünstigen Kameratechnologie aus. Im Gegensatz zu teuren Thermokameras besitzt das System eine größere Reichweite und muss nicht außen an der Maschine angebracht werden, wo die ständige Gefahr einer Verschmutzung besteht.

Die elektronische Vorverarbeitung und die Algorithmen des RMS-Systems ermöglichen hohe Empfindlichkeiten bei sehr geringer Lichtintensität. Daher kann diese Technologie bei Standardbeleuchtungen der Traktoren nachts eingesetzt werden, ermöglicht Sichtweiten von 250 m bis zu 1.500 m und höhere Arbeitsgeschwindigkeiten – bei gleichzeitiger, deutlicher Verbesserung der Personen- und Hinderniserkennung.

Das Bild der in der Kabine angebrachten, nach vorne blickenden Hauptkamera wird auf die Frontscheibe projiziert, die seitlich blickenden Kamerabilder auf einen Monitor. Mit RSM Night Vision kann der Fahrer Hindernisse oder Personen in seiner Umgebung „sehen“, obwohl das menschliche Auge dazu nicht in der Lage wäre.

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