Regionale Lebensmittel ermöglichen – Tierhaltung in Deutschland macht Sinn

    Stellen Sie sich vor, sie stehen in einem Zuchtstall für Schweine. Im Stall herrscht Unruhe, die Damen sind in Stimmung. Alle Damen? Dieses gilt es herauszufinden. Denn bei jeder Sau wird der individuelle Zeitpunkt zur Besamung getestet. Durch den Einsatz von sogenannten Testebern wird herausgefunden, auf welchen “Typ” Eber die Damen stehen, um damit den perfekten Punkt zur Besamung zu treffen. Was aber passiert, wenn eine Sau in ihrer Rausche nicht sicher unterge-bracht ist? Weil die Freß-/ Liegebucht (ehem. Kastenstand) zu groß ist? Dann versucht die Sau zum Eber zu gelangen. Sie versucht mit aller Kraft aus Ihrer Bucht zu kommen, um dann möglichst schnell zum Eber zu gelangen. Egal, was oder wer im Weg stehen könnte. Dabei verletzen sich die meisten Sauen. Auch für die Menschen besteht dann Verletzungsgefahr! Das wurde schon in Schweineställen in Sachsen-Anhalt beobachtet, die versucht haben, gemeinsam mit Wissen-schaftlern, Lösungen zur Umsetzung des „Magdeburger Urteils“ zu finden. 


    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist die körperliche Unversehrtheit der Sauen und der dort arbeitenden Menschen wichtig. Auch will sie den Deutschen auch weiterhin regionale Lebensmittel ermöglichen. Gerade die Coronakrise hat hier deutlich gezeigt, wie wichtig die eigene Selbstversorgung ist. Die Sauenhaltung ist systemrelevant! 
    Die BFL, ein Verein aus Praktikern, Beratern und Wissenschaftlern, hat Lösungsvorschläge entwickelt, die noch mehr Tierwohl in den deutschen Ställen ermöglichen, aber ohne dass die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen.


    Das Beratungsbüro AgriKontakt hat in Zusammenarbeit mit der Kanzlei HSA aus Potsdam die verfassungsrechtlichen Bedenken im Hinblick auf die geplante Novellierung betrachtet. Ziel muss es sein, den Ver-brauchern auch weiterhin regionale Produkte anbieten zu können. Das Gutachten ist die Basis für Klageschwellen, die von mehr als 850 Unterstützern getragen werden.Als Ansprechpartner stehen Ihnen hier Dr. Dirk Hesse, AgriKontakt (hesse@agrikontakt.de) und Frau Dr. Daniela Schäfrich von der Kanzlei HSA (schaefrich@hsa-partner.de) zur Verfügung.

    Heute hat der Bundesrat die Entscheidung von der Tagesordnung genommen. Schlimmer konnte es für Deutsche Verbraucher und Schweinehalter nicht kommen.

    Wir fordern, auf der nächsten Bundesratssitzung am 03.07.2020 endlich zu einer fachlich richtigen Entscheidung zu kommen ! Die BFL hat dazu umsetzbare Lösungsvorschläge entwickelt !
    Mehr Tierwohl, ohne dass das Deutsche Schnitzel mehr kosten muss! Dr. Dirk Hesse 

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