Offener Brief von LSV Süd Ost an alle bayerischen Bundes- und Landtagsabgeordneten

    Hier der Brief im Wortlaut:

    Sehr geehrte Bundes- und Landtagsabgeordnete,

    wir bewegen uns im Moment in turbulenten Zeiten. Die Corona-Krise kostet vielen Disziplin und Rücksichtnahme. Zusätzlich zu diesen Punkten kostet es Unternehmern sehr viel Geld durch den Umsatzverlust. Auch den Bauern im Land steht das Wasser bis zum Hals, nicht unbedingt der Corona-Krise geschuldet. Nein, vielmehr seit Jahrzehnten müssen sich die Bauern Preise diktieren lassen, die ihnen die Lebensgrundlage kosten und das Höfesterben beschleunigt.

    Der älteste Beruf der Menschheit steht in Deutschland vor dem Aus! Schweinezucht- und Mastbetriebe wird es zukünftig nicht mehr geben, da diese mit dem Rücken zur Wand stehen. Sie können nur noch wenige bis gar keine Tiere mehr in die Schlachthöfe bringen. Die Umsätze brechen  weg und die Liquidität sinkt dramatisch! Reihenweise werden Höfe aufgegeben! 

    Daher fordern wir vom LSV Süd Ost Sie nun auf zu handeln! Sie sind unsere Vertreter in Berlin und München. Sie wurden durch uns gewählt! Suchen Sie die Gespräche mit Ihren Kollegen. Stimmen Sie sich zum Wohle der Landwirtschaft ab und schaffen Sie eine gesetzliche Grundlage, auf der die Bauern auch zukünftig deutschlandweit ihren Lebensunterhalt sichern und wirtschaften können. Wir wollen keine Almosen, wir wollen von unseren produzierten Produkten leben können!

    Dafür sind Gesetze zur Förderung der heimischen Produkte gefragt. Regionale und einheimische Produkte müssen in den Läden der LEH´s Standard sein. Kein Label oder Logo für diese Produkte, sondern für Lebensmittel aus ausländischer Produktion sollen ein Label, das groß und unübersehbar kennzeichnet, wer dieses Produkt kauft, schadet der heimischen Landwirtschaft.

    Heimische Lebensmittel müssen ausländischen bevorzugt werden. Hier steht die Selbstversorgung Deutschlands auf dem Spiel. Die Abhängigkeit vom Ausland schafft Probleme in Notsituationen, siehe Schutzmaske.

    Durch eine gezielte Besteuerung der Importware, wie es zum Beispiel in der Schweiz praktiziert wird, können regionale, umweltschonende und nachhaltige Lebensmittel erzeugt und auf dem heimischen Markt kostendeckend für die Landwirtschaft vermarktet werden.

    Nun sind Sie am Zug, finden Sie eine politische Lösung und vertreten Sie die Interessen Ihrer Landwirte in Deutschland.
    SIE SIND ES WERT!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr LSV Süd Ost

    Andreas Lang, Siglinde Ober, Josef Hofmayer, Ludwig Freiberger, Christine Heiss, Alexander Ströber, Tobias Grundner, Johannes Wimmer, Andreas Zimmer