Nutri-Score reine Schönfärberei? – Der Goldene Teller – Teil 3

    Der Nutri-Score ist ein Notensystem für die Inhaltsstoffe verarbeiteter Lebensmittel. Mit diesem vereinfachten System sollte man beim Einkauf, auf einen Blick erkennen, wie gesund und wertvoll diese Lebensmittel sind.

    Diese neue Kennzeichnung sollte es möglich machen. Aber wird die Nährwertqualität von Lebensmitteln wirklich mit diesem System auf einen Blick verglichen?

    Am 6. November 2020 tritt der Nutri-Score bei uns in Kraft.

    Unternehmen können ab Herbst den Nutri-Score dann rechtssicher verwenden.

    Diese Lebensmittelkennzeichnung wird auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen zu finden sein.

    Für eine schnelle Orientierung, welche Lebensmittel zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.

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    Wenn man sich aber das System genau ansieht deckt man schnell Lücken auf.

    Unverarbeitete Lebensmittel wie zum Beispiel Milch schneidet viel schlechter ab als verarbeitete Milch mit mindestens 8 Zusatzstoffen sowie Zuckeraustauschstoffen, die teilweise nicht erforscht sind (Langzeitstudien), schneiden bis zu 2 Stufen besser ab.

    Seit nunmehr als 1 Jahr gehen die Landwirte, nicht nur in Deutschland, auf die Straße und fordern unter anderem einen rechtsbindenden Herkunftsnachweiß auf den Lebensmitteln. In dieser Richtung ist aber leider bis heute nichts passiert. Ob da diese „Nährwertqualitätsscala“ die richtige Richtung aufweist?

    Ob das der richtige Weg ist wird man sehen. Was man aber bedenken muss ist, das Lebensmittel durch Zusatzstoffe auf der Scala gepimpt werden können und Lebensmittel wie zum Beispiel Apfelsaft, der nur gepresst wird durch den eigenen Fruchtzucker schlecht im Nutri-Score abschneidet.