Neues Label / Qualitätssiegel gewünscht, aber das sollte die Herkunftskennzeichnung sein

    Die meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden weiterverarbeitet. Gerade deshalb wäre es wichtig bei Fertigprodukten einen Herkunftsnachweis zu etablieren. Diese Herkunftskennzeichnung muss verpflichtend kommen, für jeden. Gerade bei diesem Thema sollten alle zusammenarbeiten. Ob Landwirt, Politik oder LEH schließlich sind wir alle Konsumenten.

    Die Zutatenliste wird somit erweitert und es steht hinter jeder Zutat das Herkunftsland. Somit kann jeder nachvollziehen, was er kauft und selbst entscheiden.

    Demzufolge bekommt auch das Wort Regionalität die Bedeutung, die es verdient.

    Es ist in unserem Interesse, dass jeder eins zu eins weiß, wo die verarbeiteten Produkte herkommen. Somit kann man auch nachvollziehen, unter welchen Standards, die Produkte wie z.B. für die Pizza hergestellt werden.

    Wie wir an unseren Nachbarn Österreich sehen, kann es funktionieren und wird sehr gerne angenommen. Dort ist die Herkunftskennzeichnung bald verpflichtend. Gerade deshalb soll es auch bei uns verpflichtend werden. Es kann nicht sein, dass ein und dasselbe Produkt einmal für den österreichischen Markt mit Herkunftskennzeichnung und einmal für den deutschen Markt ohne Herkunftskennzeichnung produziert werden.

    Die Standards in Deutschland sind einer der höchsten in Europa und somit produzieren die Bauern ein wertvolles Lebensmittel, das auch eine nach Vollziehbarkeit verdient hat.  Dadurch ist die Herkunftskennzeichnung eine Win-win Situation für Verbraucher und Landwirt. Dies muss aber auch in Klarschrift geschehen und nicht verschlüsselt als QR-Code. Bei Fertigprodukten ist es noch wichtiger, dass die Herkunftskennzeichnung stattfindet.

    Bei dieser Herkunftskennzeichnung kann man die Milch für den Käse zurückverfolgen. Den Platz für den Nutri-Score könnte man so sinnvoll verwenden und mehr Transparenz beweisen. Der Lebensmitteleinzelhandel fordert mehr Transparenz gegenüber den Landwirten, so könnten aber sie auch mehr Transparenz gegenüber den Konsumenten geben. Auch der Landwirt ist Konsument.

    Wie heißt es so schön.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst – er würde umgehend Bauer werden.

    Verwandte Artikel

    Kommentar verfassen

    neueste Beiträge:

    meist gelesen

    Folge Moderner-Landwirt.de :

    21,421FansGefällt mir
    8,174FollowerFolgen
    16,421AbonnentenAbonnieren
    spot_img

    Beliebte Artikel

    X