Über die Biodiversität in Maisfeldern gibt es inzwischen ein solides Wissen. Mais ist natürlicher Lebensraum für zahlreiche Arten.

Mehr als 1.000 Arthropoden-Arten leben durchschnittlich in unseren Maisfeldern, wie wissenschaftliche Feldstudien der letzten 10 Jahre darlegen. Der Mais steht damit dem Winterweizen in seiner Artenvielfalt und Lebensraumqualität nicht nach. Begünstigende Faktoren sind die lange Vegetation und der weitestgehende Verzicht auf Insektizide.

Mais fungiert als „Grüne Brücke“ für Blattläuse und deren unzählige Gegenspieler, die im frühen Sommer aus dem Weizen in die Maisbestände einwandern. Mais ist zudem während seiner Blüte ein wichtiger Pollenspender für Bienen, wie ein Monitoringprojekt der Universität Hohenheim zeigen konnte.

Brutvogelbeobachtungen in Brandenburg und Baden-Württemberg stellten aktuell fest, dass die Revierdichten der Feldlerche im Mais gegenüber Wintergetreide und Winterraps höher liegen. So lässt die langsame Jugendentwicklung des Maises prinzipiell gute Nestmöglichkeiten zu.

Beobachtungen ergaben z.B. das bei der Ernte hunderte Schwalben über einem Maisacker flogen, auf der Suche nach Insekten als Nahrung.

Hier dazu ein Video von Steffen Weller:

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