Lieber Solarmodule als Raps und Mais -> Teller oder Energie was ist wichtiger ?

    Ein Bauantrag im Landkreis Dachau (Oberbayern) über einen Solarpark den ein Landwirt errichten möchte. Er braucht ein zweites Standbein da die Landwirtschaft alleine für ihn nicht mehr rentabel ist. Soweit ein ganz normaler Vorgang.

    In der Gemeinderatssitzung in Weichs wurden über die Vor- und Nachteile dieser großen Photovoltaik-Freiflächenanlage mit ca. 19,5 Hektar Flächenverbrauch Diskutiert.

    Petra Hesse (SPD): Sie fand es zwar nicht gut, dass die Module aus China kommen, befürwortet den Solarpark aber trotzdem. „Ich finde den Blick auf Module schöner als Raps oder Maisfelder“, sagte sie. „Ich wohne neben einem Feld in Weichs und muss hier öfters stinkenden Raps und vier Meter hohen Mais ertragen. Welcher Mensch fährt wegen der schönen Landschaft die Straße von Weichs nach Pasenbach?“

    Jörg Achter (Grüne): Er ist der gleichen Meinung wie Petra Hesse und sieht lieber Module als Raps- oder Maisfelder.

    ……..

    Den ganzen Artikel können sie auf Merkur.de lesen.

    Unser Fazit:

    Die Landwirtschaft soll am Artensterben schuld sein, ……

    aber das wertvolle landwirtschaftliche Flächen besser sind, wenn sie mit Photovoltaik zugepflastert werden, können wir beim besten willen nicht verstehen.

    Stinkender Raps und hoher Mais, alleine diese Aussage der SPD Gemeinderätin sagt schon alles……
    Solar Kinderarbeit klein 1

    Hier mal eine paar treffende Kommentare auf unserer Facebook Seite dazu:

    • Ich sehe mir lieber ein blühendes Rapsfeld an als ein tristes dunkles Solarfeld. Die Politiker sollen erst mal selber anfangen grün zu werden und nicht mit den dicken Autos und Flugzeugen herum reisen ! Die DB freut sich auch
    • Sie kann doch nach Berlin Ziehen, und ihre Module vorm Brandenburger Tor aufstellen. ? Da ist genug an Betonfläche vorhanden, was man damit bebauen kann
    • Und nachher wird sich beschwert das es im Sommer blendet
    • Hoffentlich bleibt bei den zwei durchaus nutzlosen Personen mal der Tisch und Kühlschrank mehrere Wochen leer. Hunger weckt den Verstand sehr schnell ! MAHLZEIT
    • Aber wir sollen am Artensterben schuld sein ……….. Dann muss die Biene wohl Solarmodule betäuben …… Frau Schulze oder Frau Klöckner was meinen sie dazu ? Gibt es bald ne Solarbiene ?
    • Ich wusste gar nicht das Solarmodule den Bauch und den Kühlschrank füllen……. Armes Deutschland wann wacht ihr endlich Mal auf
    • Dann sollen sich diese Spinner ihre heiß geliebten Module zwischen die Zähne schieben. Schmeckt bestimmt delikatös.
    • ………..
    Solar 1

    2 Kommentare

    1. Stellungnahme zum Zeitungsartikel des Merkurs vom 22.06.2020:
      Der Zusammenschnitt erinnert mich etwas an die alte Sendung Herzblatt. Da wurden die Kandidaten am Ende in einem Satz zusammengefasst und das war dann manchmal ziemlicher Quatsch und natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. 🙂
      Im Kern ging es darum, dass wir sehr breit und ausführlich über den Antrag des Landwirtes für einen Zeitraum von 20-30 Jahren diskutiert haben und viele Für und Wider abgewogen haben. Fakt ist, dass AKWs und KKWs keinen dauerhaften Bestand in Deutschland haben werden und die Energie irgendwoher ja kommen muss. Windenergie hat mit der aktuellen Politik von CSU und FW in Bayern keine Chance. Stromtrassen sind auch unerwünscht. Also bleiben kaum Alternativen übrig. Nun entsteht die Chance für die Gemeinde Weichs, dass regional Strom erzeugt werden kann. Ein Gemeinderatsmitglied der CSU brachte u.a. auch das optische Erscheinungsbild der Fläche aufs Tapet. Es wurde von ihm bemängelt, dass der Solarpark nicht für die Gegend passend sei und nicht naturfreundlich aussehe.
      Dazu bleibt zu sagen:
      Das Solarfeld soll neben einer vielbefahrenen Verbindungsstraße entstehen. Auf diesem Feld wird aktuell konventionelle Landwirtschaft betrieben mit allem Drum und Dran (ich denke da fährt der Bulldog 7-10 mal übers Feld im Jahr und bearbeitet entsprechend). Hier kann sich keine großartige Natur entfalten. Anders sieht es hier mit dem Solarpark aus. Dieser verfügt über große Ausgleichsflächen, die wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten und unsere Kulturlandschaft bereichern. Allein zur Straße entsteht ein breiter Streifen von ca. 30-50m, es sollen Brutstätten für Kiebitze entstehen, eine Blühwiese entsteht, Schafe weiden unter den Modulen und die Erde kann sich die nächsten 30 Jahre von der intensiven Landwirtschaft „erholen“. Nach 30 Jahren kann die Anlage wieder ohne Probleme abgebaut werden und wieder Landwirtschaft betrieben werden. Langfristig wird man sich wohl oder übel an den Anblick von noch mehr Solar gewöhnen müssen, denn irgendwoher soll der Strom aus der Steckdose kommen.
      Deswegen:
      Hier sehe ich an dieser Stelle lieber ein Solarfeld als ein Mais- oder Rapsfeld.

    2. Man sollte die Bauern enteignen, die ihren Acker zweckentfremdet mit Solarplatten zupflastern. Hier geht es nicht um Ökostrom, sondern um die Befriedigung einer maßlosen Gier nach dem schnellen Geld. Schon jetzt gibt es zuviel Solarstrom der sich gegenseitig kannibalisiert. Silizium kann man nicht essen. Wenn es einen Virus gibt, der die Landschaft befällt, dann Gnade Gott.

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